Hilfe ich bin ein Orang Utan ! -
oder besser gesagt , ich fühle mich wie ein solcher - mit Arme bis zu Erde. Der Grund ?!? - Eigentlich ganz einfach, doch schweisstreibend Affenarme produzierend ;-)
Bei uns wurden die Strassenränder geschnitten - meterhohes Super Gras - Heh! Ich meine richtges Gras, Heu, Grünfutter für die Viecher - Und das gab es auch noch kostenlos und was ich besonders Klasse finde: ich muss es nicht schneiden! Kaum war der öffentlicher Mäher weg, habe ich mich mit Schubkarre, Grassrechen, Heugabel und viel Elan auf den Weg gemacht. Ich habe jede Menge Haufen gemacht - Heuhaufen - für die anderen sind die Hunde zuständig ;-) und diese dann Schubkarre für Schubkarre hereingeholt, allerdings habe ich mein Auto so dämlich in der Einfahrt geparkt, dass bei jeder Schubkarre etliches an Heu in der Weissstanne hängen blieb. Klar hätte ich mein Auto wegfahren können - theoretisch -
Doch wie der Zufall es wollte und frei nach Murhys Gesetze: ich hatte ich die letzten Tage wohl meine Autotür offen gelassen und damit brannte das Inenraumlicht. Dies hat offensichtlich meine Autobatterie übel genommen und das Auto machte keinen Muks, geschweige denn, liess sich aus dem Weg bewegen. - Also bekam die Tanne Heuschmuck und ich einen Schwung Mehrarbeit.
Jetzt sind 71 Schubkarren Heu reingeholt, ich habe Affenarme, die Hunde entdeckten den riesiugen Heuhaufen als Spielplatz, toben rauf und runter. Mir tun alle Gräten weh, auch die mir bislang unbekannten und ich bin hundemüde - deshalb Gute Nacht - gähn ! - Ich lass mich jetzt wie ein Stein ins Bett fallen.
Lasst Euch entführen, in die Welt meiner Fantasie mit zauberhafte Tier- und Kindergeschichten, Erzählungen aus dem Alltag - mal amüsant, mal nachdenklich, auch mal kritisch. Taucht ein, in die bunte Welt meiner Bilder und Kollagen. - Ein Schmunzeln, ein Lachen oder auch strahlende Kinderaugen, wenn ihr ihnen etwas aus meinem Blog vorlest, das wünsche ich Euch. Aus gegebenen Anlass mache ich darauf aufmerksam, auch die Bilder dem Urheberrecht. Für mobilphone bitte auf web-version umstellen
Sonntag, 5. Juni 2016
"Unsere kleine Farm" - 2016-05-16
Hallo ich bin wieder am Netz! - Manchmal stellt man sich selber ein Bein und so hat es eine Weile gedauert, dass ich mein Internet wieder zum Funktionieren gebracht habe. Erst war mein Vertrag, von mir unbeachtet, ausgelaufen. Dann klappte es nicht mit der erneuten Aktivierung und zu guter Letzt machte auch noch meine Tastatur am Laptop schlapp. Erstaunlich was für Streiche einem die Tücken der Technik spielen und noch mehr, wie abhängig man davon ist.
Aber nun wieder zurück zu meiner kleinen Farm. Es hat sich in den letzten Wochen einiges getan und wir haben vielfältigen Zuwachs bekommen. Drei Schäfchen (eines davon sieht aus, als hätte es eine volle Windel an. Es hat ein ganz braunes Hinterteil). Zwei kleine Zicklein, wovon eines am helllichten Tag aus dem Stall verschwand. Das andere ist schneeweiß mit einem kohlraben schwarzen Kopf. Richtig süss! Dann gab es auch noch ein Gänseküken, doch auch leider verschwand dieses. So gab es einige Zu- und leider auch Abgänge. Doch der allerliebste Zugang sind unsere Zwerge, Max und Moritz, die Welpen von unserem Border Collie Hobby und unserer Schäfermix Hündin Felix. Und hier sind unsere Beiden in Aktion:
... - Video wird demnächst eingestellt - ...
Inzwischen hat sich die Natur auf Frühling eingestellt. Alles blüht, die Luft duftet in einem ständig wechselnden Aromazauber. Jetzt beginnen die Rosen zu blühen. Heute war ich auf Schnupper-Exkurs und bin wie das Bienchen von Blüte zu Blüte - Von Rose zu Rose. Manche duften intensiv betörend süss. Andere riechen nach Zitrone oder Vanille. - Doch"keine Rosen ohne Dornen"! Und so kam es, was kommen musste, insbesondere wenn man seine Nase in Dinge steckt, wo sie nicht hingehört: Prompt stach ich mir einen Dorn in die Nasenspitze. Nun ziert eine rote Stelle meinen Gesichtserker. Diese irritiert mich beim Schauen so, dass ich nun auch noch mit einem leichten Silberblick durch die Gegend laufe. - Aber gelohnt hat sich das Geruchserlebnis trotz lädierter Nase ;-)
Beim Entdornen einiger Rosen für meine Freundin, schweiften meine Gedanken zurück in das Jahr 1980. Damals Jungsspunt, frisch im Job, hatte ich eine Kollegin, die Floristin gelernt hatte und die mir den Unterschied zwischen Dornen und Stacheln beibrachte. Von ihr lernte ich auch, woran frische Rosen zu erkennen sind. Manche Menschen bleiben einem ein Leben lang in Erinnerung und es sind oft nur Bruchteile, die die Gedanken zurück zu diesen Menschen bringen.Spuren auf der menschlichen Seele: mal Lachen, mal Melancholie. Nie habe ich vergessen, dass diese Kollegin eines Tages vor einem 20 cm grossen Stapel Lieferscheine sass und mit einem Mal begann hysterisch zu schluchzen "Ich kann nicht mehr!" - "Es ist einfach zu viel!" - "Ich will nicht mehr" - "Am Besten ich esse die Lieferscheine auf!" --- und zum Entsetzen von uns allen, begann sie tatsächlich sich das Papier in den Mund zu stopfen. - - - Es dauerte eine Weile bis wir aus unserer Erstarrung kamen und ein Kollege versuchte, sie zu beruhigen. Doch je mehr er versuchte sie zu beruhigen, desto mehr begann die Kollegin, für uns hysterisch, zu lachen. - - - Noch länger brauchten wir um zu begreifen: sie hatte unter den Stapel Lieferpapiere Esspapier gelegt und kriegte sich nun nicht mehr ein, ob unserer fassungslosen Reaktionen.- Wir waren ihr so richtig auf dem Leim gegangen: April! April!
Aber nun wieder zurück zu meiner kleinen Farm. Es hat sich in den letzten Wochen einiges getan und wir haben vielfältigen Zuwachs bekommen. Drei Schäfchen (eines davon sieht aus, als hätte es eine volle Windel an. Es hat ein ganz braunes Hinterteil). Zwei kleine Zicklein, wovon eines am helllichten Tag aus dem Stall verschwand. Das andere ist schneeweiß mit einem kohlraben schwarzen Kopf. Richtig süss! Dann gab es auch noch ein Gänseküken, doch auch leider verschwand dieses. So gab es einige Zu- und leider auch Abgänge. Doch der allerliebste Zugang sind unsere Zwerge, Max und Moritz, die Welpen von unserem Border Collie Hobby und unserer Schäfermix Hündin Felix. Und hier sind unsere Beiden in Aktion:
... - Video wird demnächst eingestellt - ...
Inzwischen hat sich die Natur auf Frühling eingestellt. Alles blüht, die Luft duftet in einem ständig wechselnden Aromazauber. Jetzt beginnen die Rosen zu blühen. Heute war ich auf Schnupper-Exkurs und bin wie das Bienchen von Blüte zu Blüte - Von Rose zu Rose. Manche duften intensiv betörend süss. Andere riechen nach Zitrone oder Vanille. - Doch"keine Rosen ohne Dornen"! Und so kam es, was kommen musste, insbesondere wenn man seine Nase in Dinge steckt, wo sie nicht hingehört: Prompt stach ich mir einen Dorn in die Nasenspitze. Nun ziert eine rote Stelle meinen Gesichtserker. Diese irritiert mich beim Schauen so, dass ich nun auch noch mit einem leichten Silberblick durch die Gegend laufe. - Aber gelohnt hat sich das Geruchserlebnis trotz lädierter Nase ;-)
Beim Entdornen einiger Rosen für meine Freundin, schweiften meine Gedanken zurück in das Jahr 1980. Damals Jungsspunt, frisch im Job, hatte ich eine Kollegin, die Floristin gelernt hatte und die mir den Unterschied zwischen Dornen und Stacheln beibrachte. Von ihr lernte ich auch, woran frische Rosen zu erkennen sind. Manche Menschen bleiben einem ein Leben lang in Erinnerung und es sind oft nur Bruchteile, die die Gedanken zurück zu diesen Menschen bringen.Spuren auf der menschlichen Seele: mal Lachen, mal Melancholie. Nie habe ich vergessen, dass diese Kollegin eines Tages vor einem 20 cm grossen Stapel Lieferscheine sass und mit einem Mal begann hysterisch zu schluchzen "Ich kann nicht mehr!" - "Es ist einfach zu viel!" - "Ich will nicht mehr" - "Am Besten ich esse die Lieferscheine auf!" --- und zum Entsetzen von uns allen, begann sie tatsächlich sich das Papier in den Mund zu stopfen. - - - Es dauerte eine Weile bis wir aus unserer Erstarrung kamen und ein Kollege versuchte, sie zu beruhigen. Doch je mehr er versuchte sie zu beruhigen, desto mehr begann die Kollegin, für uns hysterisch, zu lachen. - - - Noch länger brauchten wir um zu begreifen: sie hatte unter den Stapel Lieferpapiere Esspapier gelegt und kriegte sich nun nicht mehr ein, ob unserer fassungslosen Reaktionen.- Wir waren ihr so richtig auf dem Leim gegangen: April! April!
Donnerstag, 21. April 2016
"Unsere kleine Farm" - 2016-04-21
Manchmal stellt man sich selber ein Bein! - So erging und ergeht es gerade mir. Eigentlich dürfte mir so etwas normalerweise nicht passieren, nachdem ich lange Zeit in der Buchhaltung tätig war, aber es ist wohl wie bei dem Schuster mit seinen Leisten: ich habe glatt übersehen, dass mein Internetvertrag ausläuft. Shit happens! - Dies ist besonders hier bedauerlich, da ich erst lange Zeit brauchte, um überhaupt einen Internetanschluss zu bekommen und nun komme ich nicht zur Geschäftszeit in den Internetladen. So muss ich denn temporär auf den Internetanschluss im Teleház der Gemeinde vorliebt nehmen. Leider kommt hier nicht so die richtige Muse auf, um für meinen Blog zu schreiben - doch ich will es trotzdem versuchen ...
Hier ist inzwischen der Frühling eingekehrt und die Luft ist erfüllt von Düften der unterschiedlichen Art. Wie ich schon berichtet habe ist der ungarische Frühling anders als in Deutschland und so blüht vieles gleichzeitig, was in Deutschland nach einander blüht.
Die letzten Wochen ging ich mit erhobener Nase durch die Gegend, fast wie "Hans kuck in die Luft". Ich schnupperte an allen Blüten, die mir in den Weg kamen. Das war und ist ein besonderes Erlebnis. Seltsam, früher viel mir das Dufterlebnis nur in Spanien in den ersten Monaten des Jahres, insbesondere in den Nachstunden auf. Hier ist es ein sehr vielfältiges Erkunden. Es blühen die Obstbäume, die Tulpen, Narzissen, Pfingstrosen, der Ilex und vieles mehr. Gerade der Ilex mit seinen gelben Blüten hat es mir besonders angetan. Er duftet ganz süss nach Honig. Da möchte ich glatt eine Honigbiene sein. Vermutlich würde ich mich dann den ganzen Tag in den Blüten wälzen - aber als Mensch bin ich zu gross und so bleibt es nur der Nase vorbehalten ;-)
Doch auch die Obstäume sind spannend in ihren Düften. Die Süsskirsche riecht leicht muffig, die Birnbäume subtil süss mit einem leichten Geruch nach Birnen, die Pflaume riecht fein süss und die Quitte lässt schon die Früchte ahnen.
Auch die Blumen und Sträucher faszinieren. Der Flieder zieht mich oder besser meine Nase magisch an, die Pfingstrose erstaunt mit ihrer Vielzahl an Duftnuancen: manche duften garnicht, ander wiederum sind so intensiv, dass ich sie am liebsten in Parfümflaschen packen würde.
Aber auch die Luft trägt Duftschwaden herbei: der Geruch von frisch gemähten Gras ( die Ungarn sind für mich Weltmeister im Mähen - hier wird alles Gras gemäht, wenn es nur 15 cm Höhe erreicht hat und es gibt sogar Strafen, wenn die Grundstücke nicht gepflegt werden) - manchmal weht der Wind auch das spezifische Aroma des blühenden Bärlauches die Hänge vom Wald herab.
Alles in Allem ein Geruchs-Duft-Aroma-Erlebnis. Manchmal sollte man einfach nur die Augen zu machen und der Nase folgen ... es sei denn man lebt in der Nähe eines Schweinstalles ;-)
- ( der aber nicht unbedingt stinken muss - wie es unser beweist)
Hier ist inzwischen der Frühling eingekehrt und die Luft ist erfüllt von Düften der unterschiedlichen Art. Wie ich schon berichtet habe ist der ungarische Frühling anders als in Deutschland und so blüht vieles gleichzeitig, was in Deutschland nach einander blüht.
Die letzten Wochen ging ich mit erhobener Nase durch die Gegend, fast wie "Hans kuck in die Luft". Ich schnupperte an allen Blüten, die mir in den Weg kamen. Das war und ist ein besonderes Erlebnis. Seltsam, früher viel mir das Dufterlebnis nur in Spanien in den ersten Monaten des Jahres, insbesondere in den Nachstunden auf. Hier ist es ein sehr vielfältiges Erkunden. Es blühen die Obstbäume, die Tulpen, Narzissen, Pfingstrosen, der Ilex und vieles mehr. Gerade der Ilex mit seinen gelben Blüten hat es mir besonders angetan. Er duftet ganz süss nach Honig. Da möchte ich glatt eine Honigbiene sein. Vermutlich würde ich mich dann den ganzen Tag in den Blüten wälzen - aber als Mensch bin ich zu gross und so bleibt es nur der Nase vorbehalten ;-)
Doch auch die Obstäume sind spannend in ihren Düften. Die Süsskirsche riecht leicht muffig, die Birnbäume subtil süss mit einem leichten Geruch nach Birnen, die Pflaume riecht fein süss und die Quitte lässt schon die Früchte ahnen.
Auch die Blumen und Sträucher faszinieren. Der Flieder zieht mich oder besser meine Nase magisch an, die Pfingstrose erstaunt mit ihrer Vielzahl an Duftnuancen: manche duften garnicht, ander wiederum sind so intensiv, dass ich sie am liebsten in Parfümflaschen packen würde.
Aber auch die Luft trägt Duftschwaden herbei: der Geruch von frisch gemähten Gras ( die Ungarn sind für mich Weltmeister im Mähen - hier wird alles Gras gemäht, wenn es nur 15 cm Höhe erreicht hat und es gibt sogar Strafen, wenn die Grundstücke nicht gepflegt werden) - manchmal weht der Wind auch das spezifische Aroma des blühenden Bärlauches die Hänge vom Wald herab.
Alles in Allem ein Geruchs-Duft-Aroma-Erlebnis. Manchmal sollte man einfach nur die Augen zu machen und der Nase folgen ... es sei denn man lebt in der Nähe eines Schweinstalles ;-)
- ( der aber nicht unbedingt stinken muss - wie es unser beweist)
"Unsere kleine Farm" - 2016-02-24
Leider ist gestern Lunas Welpe zum Regenbogen gegangen. Seitdem spinnt die Hündin total.
Durch die Geburt war sie ziemlich durch den Wind. Als dann das Kleine da war, hat sie es wie eine Löwin beschützt: Keiner durfte ihrem Kleinen zu nahe kommen. Sobald nur ein anderer Hund in den Unterschlupf schaute, begann sie zu knurren und attakierte alles, was näher als einen Meter kam. Vermutlich war sie mit ihrer Beschützerrolle so aktiv, dass ihr Junges nicht genug Milch bekam - oder es hatte einen anderen Grund ...
Als ihr Kleines gestorben war, flippte sie total aus: sie setzte sich auf ihn, liess niemanden in die Nähe. Als ich ihn ihr wegnehmen wollte, nahm sie ihn mir aus der Hand und trug ihn wieder zurück. Ganz selten verliess sie den Unterschlupf. Als sie einmal draussen war und zurück ging, wollte sie sich zu den Welpen von Felix legen. Das gefiel dieser nicht und es gab Streit. Kurze Zeit später hat Luna kurzerhand einen der Welpen gestohlen und zu ihrem Platz gebracht. Das war nun ihr Löwenbaby. Es bedurfte einige Mühe den kleinen Hund von ihr wegzunehmen, der sich ganz seelenruhig an Luna gekuschelt hatte. Währendessen stand Felix ziemlich verwirrt neben ihrem anderen Welpen.
Den Rest des Tages gab es ständig Geknurre zwischen den beiden Hundemüttern.
Als ich endlich das tote Hundebaby von der Mutter entfernen konnte, begann Luna nun die Welpen von Felix zu bewachen. Dies gipfelte darin, dass sich nicht einmal Felix ihnen nähern konnte. Zum Schluss sind die Beiden richtig übel aneinander geraten - und - Buddy der Beschützer für alle, mischte sich mit ein. Drei erwachsene Hunde, die im Clinch miteinander liegen und ein Paar Welpen dazwischen. - Ich musste dazwischen gehen und die drei trennen. Seitdem ist Luna temporär auf der Terasse "eingesperrt" und da bleibt sie ein paar Tage - als quasi Sicherheitsmassnahme für die Welpen, für Felix und Luna.
Durch die Geburt war sie ziemlich durch den Wind. Als dann das Kleine da war, hat sie es wie eine Löwin beschützt: Keiner durfte ihrem Kleinen zu nahe kommen. Sobald nur ein anderer Hund in den Unterschlupf schaute, begann sie zu knurren und attakierte alles, was näher als einen Meter kam. Vermutlich war sie mit ihrer Beschützerrolle so aktiv, dass ihr Junges nicht genug Milch bekam - oder es hatte einen anderen Grund ...
Als ihr Kleines gestorben war, flippte sie total aus: sie setzte sich auf ihn, liess niemanden in die Nähe. Als ich ihn ihr wegnehmen wollte, nahm sie ihn mir aus der Hand und trug ihn wieder zurück. Ganz selten verliess sie den Unterschlupf. Als sie einmal draussen war und zurück ging, wollte sie sich zu den Welpen von Felix legen. Das gefiel dieser nicht und es gab Streit. Kurze Zeit später hat Luna kurzerhand einen der Welpen gestohlen und zu ihrem Platz gebracht. Das war nun ihr Löwenbaby. Es bedurfte einige Mühe den kleinen Hund von ihr wegzunehmen, der sich ganz seelenruhig an Luna gekuschelt hatte. Währendessen stand Felix ziemlich verwirrt neben ihrem anderen Welpen.
Den Rest des Tages gab es ständig Geknurre zwischen den beiden Hundemüttern.
Als ich endlich das tote Hundebaby von der Mutter entfernen konnte, begann Luna nun die Welpen von Felix zu bewachen. Dies gipfelte darin, dass sich nicht einmal Felix ihnen nähern konnte. Zum Schluss sind die Beiden richtig übel aneinander geraten - und - Buddy der Beschützer für alle, mischte sich mit ein. Drei erwachsene Hunde, die im Clinch miteinander liegen und ein Paar Welpen dazwischen. - Ich musste dazwischen gehen und die drei trennen. Seitdem ist Luna temporär auf der Terasse "eingesperrt" und da bleibt sie ein paar Tage - als quasi Sicherheitsmassnahme für die Welpen, für Felix und Luna.
Montag, 22. Februar 2016
"Unsere kleine Farm" - 2016-02-22
Mann oh Mann! War das eine Nacht! -
"Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!" ;-)
Gesten verhielten sich die Hunde extrem nervös. Nach dem Füttern, so gegen 17.00 Uhr, rannte Luna ständig hin und her, verkroch sich in einer Regentonne. Diese lieben die Hunde als Unterschlupf und machen sich dort gegenseitig den Platz streitig. Rein - raus. Luna war kaum zu halten.
Gegen 20.00 Uhr ließ ich sie von der Terrasse in den Garten, wo sie den Unterschlupf unter der Terrasse anpeilte. Kurze Zeit später wollte sie wieder zurück und stand am Tor. Also wieder in die Tonne ... rein - raus ... Luna in Bewegung. Die anderen Hunde sichtlich irritiert von ihrem Verhalten. Sie duckten sich schon, wenn sie nur in die Nähe kam. Luna war zickig!
Eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen, da hörte ich Luna schrill jaulen und pieksig kläffen. Ich wieder raus. Den Schlafanzug hatte ich noch nicht an. - Luna wollte wieder in den Garten, verschwand unter der Terrasse, um gleich darauf wieder hervorgeschossen zu kommen. Wieder hysterisches Gejaule. Ich also hinter Luna her, in die Hundebehausung gekrochen, was bei knapp sechzig Zentimeter Deckenhöhe für mich reichlich beschwerlich war. Unter der Terasse war aber auch Felix mit ihren Jungen. Felix, ein Hundemädchen mit Jungennamen, wachte über ihre zwei Welpen wie ein Schieshund. Sobald Luna ihnen zu nahe kam, begann Felix mit einem unüberhörbaren Knurren und zwickte Luna, wenn diese nicht reagierte.
Luna währendessen war total irre: quietschte, jaulte, fiepste, rannte wie von der Tarantel gestochen hin und her. Erst als ich mich zu ihr setzte - wegen der Decke mit schräger Kopfhaltung - und sie streichelte, da beruhigte sie sich. Aber - ich durfte nicht aufhören sie zu kraulen, sonst begann sie ihrerseits den Kontakt zu mir zu suchen, schleckte mir die Hände und Arme ab und zog mich am Ärmel. Ich blieb und kraulte und kraulte ...
... bis gegen 24.00 Uhr. Inzwischen fielen mir immer wieder die Augen zu. Ich liebe meine Hunde, doch die Liebe geht nicht so weit, dass ich bei ihnen in ihrer Hundehütte übernachten will. Recht mühsam kletterte ich unter der Terasse hervor, mein Nacken war steif und ich hundemüde. Kaum lag ich im Bett, schlief ich auch schon. Doch der Schlaf dauerte nicht lange:
Um 2.00 Uhr begannen die Hunde mit Jaulen, Bellen und einem nicht enden wollenden Hin-und-Her-Rennen. Dazwischen eine noch hysterischere Luna, die mittlerweile nicht nur quietschte, sondern auch in schiefer Tonlage bellte. Ich also wieder raus. Vorher zog ich mich an. Im Schlafanzug wollte ich nun wirklich nicht zu den Hunden krabbeln, ganz zu schweigen, dass es zwar eine, für die Jahreszeit milde, Vollmondnacht war, aber für Nachtbekleidung doch zu kalt. Luna kam mir bereits völlig aus dem Häuschen entgegen und rannte sogleich wieder in den Unterschlupf. Ich kroch wieder unter die Terasse. Die Szene, die sich im Taschenlampenlicht abspielte, war skurril.
Luna versuchte, zu den Welpen von Felix zu krauchen. Felix wiederum, sie daran zu hindern. Es folgte ein Chaos aus Geknurre, Gezwicke, Gejaule gepaart mit zwei dünne Welpenstimmchen, die den wärmenden Bauch ihrer Mutter vermissten. Als ich Luna von den Welpen vertrieben hatte, da bemerkte ich erst, was hinter mir passierte. Buddy, der 'Babysitter vom Dienst' hatte einen Welpen in der Schnauze. Luna rannte panisch herum. Buddy, seines Zeichen Männchen, begann den Welpen, der voll Staub und Lehm war, zu putzen. Mit einiger Mühe konnte ich dem Rüden den Welpen "entreissen", den er mit seiner kompletten Körperfülle beschützte - auch vor Luna, der Mutter des neugeborenen Welpen.
Luna hatte, nach einer sehr langen Geburtphase, ihr erstes Kind auf die Welt gebracht, doch damit war sie sichtlich überfordert. Als ich das Junge zu ihr brachte, flippte sie komplett aus: sie buddelte wie wild in dem staubigen Boden, begrub dabei immer wieder den Welpen, den ich dann wieder ausgraben musste. Als Buddy ihr zu nahe kam, schnappte sie den Kleinen und trug in in der Schnauze fort. Sie probierte, ihn in eine enge Lücke zwischen Wand und dort gelagerten Ziegeln zu stopfen. Ich hatte meine liebe Mühe den Winzling da wieder heraus zu holen, währenddessen grub Luna weiter wie eine Verrückte. Zwischendurch schmiss sie sich in die gegrabenen Kuhle, inzwischen dreißig Zentimeter tief. Den Welpen legte ich zu ihr, worauf sie wieder aufsprang, sich um ihre eigene Achse drehen ließ, um sich dann auf den Welpen plumpsen zu lassen. Der Kleine schrie daraufhin jämmerlich. Dies wiederum brachte Buddy und Felix auf den Plan, die nachschauen kamen und dem Lütten zu Hilfe kommen wollten. Dies passte aber der überforderten, frisch gebackenen Hundemutter garnicht. Wieder Geknurre! ...
Irgendwann hatte sich dann Luna einigermassen beruhigt. Sie legte sich in die Grube, sprang allerdings noch immer auf, wenn das Junge sich bewegte, dazwischen qiekste und jaulte sie. Ich kraulte ihr ihren Kopf, ihren Bauch und hinter den Ohren. Gegen 3.30 Uhr hatte sie sich soweit entspannt, dass ich es wagen konnte, ins Haus zu gehen. Schnell ins Bett, denn um 5.30 Uhr war bereits Weckzeit. Ich hoffte nur, dass das Junge die Strapaze überlebt. Kurz nach fünf hörte ich die Hunde anschlagen und rechnete damit, dass Luna noch einem Welpen geboren hätte. Aber dem war nicht so! Sie hat nur eines, einen kohlrabenschwarzen Rüden mit welligem Fell, der seinem Großvater, als der klein war, ähnlich sieht.
Ich begann mit der morgendlichen Fütterungsaktion. Zwischendrin schaute ich noch einmal nach Luna. Ihr Kleiner quiekte recht verzweifelt. Sie sah mich an und machte einen kurzen Laut, fast als wolle sie sagen, "Helf' mir!" - Ich kroch zu ihr. Mir schien, dass das Junge, die Zitzen nicht fand. Sein kleines Schnäuzchen und Näschen war voll Staub. Ich nahm ihn und half Luna ihn anzulegen. Irgendwann hat es scheinbar geklappt, denn mit einem Mal waren beide ruhig. Nun schlafen sie. -
Und ich brauche eine grosse Tasse Kaffee!
Es ist faszinierend zu sehen, wie die Hündinnen ihre Jungen warmhalten. Sie legen sich halbkreisförmig auf die Seite, stellen das obere Hinterbein leicht auf sodass ihre Jungen zwischen den Hinterbeinen Platz haben, dann legen sie ihren Kopf auf die Hinterpfoten. Es entsteht so eine geschlossener Raum zwischen Boden und dem Bauch, der Beine und dem Kopf der Hündin. Die Jungen werden durch das Fell geschützt und haben es durch die Körperwärme ihrer Mutter mollig warm.
Copright Julietta Günther
"Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!" ;-)
Gesten verhielten sich die Hunde extrem nervös. Nach dem Füttern, so gegen 17.00 Uhr, rannte Luna ständig hin und her, verkroch sich in einer Regentonne. Diese lieben die Hunde als Unterschlupf und machen sich dort gegenseitig den Platz streitig. Rein - raus. Luna war kaum zu halten.
Gegen 20.00 Uhr ließ ich sie von der Terrasse in den Garten, wo sie den Unterschlupf unter der Terrasse anpeilte. Kurze Zeit später wollte sie wieder zurück und stand am Tor. Also wieder in die Tonne ... rein - raus ... Luna in Bewegung. Die anderen Hunde sichtlich irritiert von ihrem Verhalten. Sie duckten sich schon, wenn sie nur in die Nähe kam. Luna war zickig!
Eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen, da hörte ich Luna schrill jaulen und pieksig kläffen. Ich wieder raus. Den Schlafanzug hatte ich noch nicht an. - Luna wollte wieder in den Garten, verschwand unter der Terrasse, um gleich darauf wieder hervorgeschossen zu kommen. Wieder hysterisches Gejaule. Ich also hinter Luna her, in die Hundebehausung gekrochen, was bei knapp sechzig Zentimeter Deckenhöhe für mich reichlich beschwerlich war. Unter der Terasse war aber auch Felix mit ihren Jungen. Felix, ein Hundemädchen mit Jungennamen, wachte über ihre zwei Welpen wie ein Schieshund. Sobald Luna ihnen zu nahe kam, begann Felix mit einem unüberhörbaren Knurren und zwickte Luna, wenn diese nicht reagierte.
Luna währendessen war total irre: quietschte, jaulte, fiepste, rannte wie von der Tarantel gestochen hin und her. Erst als ich mich zu ihr setzte - wegen der Decke mit schräger Kopfhaltung - und sie streichelte, da beruhigte sie sich. Aber - ich durfte nicht aufhören sie zu kraulen, sonst begann sie ihrerseits den Kontakt zu mir zu suchen, schleckte mir die Hände und Arme ab und zog mich am Ärmel. Ich blieb und kraulte und kraulte ...
... bis gegen 24.00 Uhr. Inzwischen fielen mir immer wieder die Augen zu. Ich liebe meine Hunde, doch die Liebe geht nicht so weit, dass ich bei ihnen in ihrer Hundehütte übernachten will. Recht mühsam kletterte ich unter der Terasse hervor, mein Nacken war steif und ich hundemüde. Kaum lag ich im Bett, schlief ich auch schon. Doch der Schlaf dauerte nicht lange:
Um 2.00 Uhr begannen die Hunde mit Jaulen, Bellen und einem nicht enden wollenden Hin-und-Her-Rennen. Dazwischen eine noch hysterischere Luna, die mittlerweile nicht nur quietschte, sondern auch in schiefer Tonlage bellte. Ich also wieder raus. Vorher zog ich mich an. Im Schlafanzug wollte ich nun wirklich nicht zu den Hunden krabbeln, ganz zu schweigen, dass es zwar eine, für die Jahreszeit milde, Vollmondnacht war, aber für Nachtbekleidung doch zu kalt. Luna kam mir bereits völlig aus dem Häuschen entgegen und rannte sogleich wieder in den Unterschlupf. Ich kroch wieder unter die Terasse. Die Szene, die sich im Taschenlampenlicht abspielte, war skurril.
Luna versuchte, zu den Welpen von Felix zu krauchen. Felix wiederum, sie daran zu hindern. Es folgte ein Chaos aus Geknurre, Gezwicke, Gejaule gepaart mit zwei dünne Welpenstimmchen, die den wärmenden Bauch ihrer Mutter vermissten. Als ich Luna von den Welpen vertrieben hatte, da bemerkte ich erst, was hinter mir passierte. Buddy, der 'Babysitter vom Dienst' hatte einen Welpen in der Schnauze. Luna rannte panisch herum. Buddy, seines Zeichen Männchen, begann den Welpen, der voll Staub und Lehm war, zu putzen. Mit einiger Mühe konnte ich dem Rüden den Welpen "entreissen", den er mit seiner kompletten Körperfülle beschützte - auch vor Luna, der Mutter des neugeborenen Welpen.
Luna hatte, nach einer sehr langen Geburtphase, ihr erstes Kind auf die Welt gebracht, doch damit war sie sichtlich überfordert. Als ich das Junge zu ihr brachte, flippte sie komplett aus: sie buddelte wie wild in dem staubigen Boden, begrub dabei immer wieder den Welpen, den ich dann wieder ausgraben musste. Als Buddy ihr zu nahe kam, schnappte sie den Kleinen und trug in in der Schnauze fort. Sie probierte, ihn in eine enge Lücke zwischen Wand und dort gelagerten Ziegeln zu stopfen. Ich hatte meine liebe Mühe den Winzling da wieder heraus zu holen, währenddessen grub Luna weiter wie eine Verrückte. Zwischendurch schmiss sie sich in die gegrabenen Kuhle, inzwischen dreißig Zentimeter tief. Den Welpen legte ich zu ihr, worauf sie wieder aufsprang, sich um ihre eigene Achse drehen ließ, um sich dann auf den Welpen plumpsen zu lassen. Der Kleine schrie daraufhin jämmerlich. Dies wiederum brachte Buddy und Felix auf den Plan, die nachschauen kamen und dem Lütten zu Hilfe kommen wollten. Dies passte aber der überforderten, frisch gebackenen Hundemutter garnicht. Wieder Geknurre! ...
Irgendwann hatte sich dann Luna einigermassen beruhigt. Sie legte sich in die Grube, sprang allerdings noch immer auf, wenn das Junge sich bewegte, dazwischen qiekste und jaulte sie. Ich kraulte ihr ihren Kopf, ihren Bauch und hinter den Ohren. Gegen 3.30 Uhr hatte sie sich soweit entspannt, dass ich es wagen konnte, ins Haus zu gehen. Schnell ins Bett, denn um 5.30 Uhr war bereits Weckzeit. Ich hoffte nur, dass das Junge die Strapaze überlebt. Kurz nach fünf hörte ich die Hunde anschlagen und rechnete damit, dass Luna noch einem Welpen geboren hätte. Aber dem war nicht so! Sie hat nur eines, einen kohlrabenschwarzen Rüden mit welligem Fell, der seinem Großvater, als der klein war, ähnlich sieht.
Ich begann mit der morgendlichen Fütterungsaktion. Zwischendrin schaute ich noch einmal nach Luna. Ihr Kleiner quiekte recht verzweifelt. Sie sah mich an und machte einen kurzen Laut, fast als wolle sie sagen, "Helf' mir!" - Ich kroch zu ihr. Mir schien, dass das Junge, die Zitzen nicht fand. Sein kleines Schnäuzchen und Näschen war voll Staub. Ich nahm ihn und half Luna ihn anzulegen. Irgendwann hat es scheinbar geklappt, denn mit einem Mal waren beide ruhig. Nun schlafen sie. -
Und ich brauche eine grosse Tasse Kaffee!
Es ist faszinierend zu sehen, wie die Hündinnen ihre Jungen warmhalten. Sie legen sich halbkreisförmig auf die Seite, stellen das obere Hinterbein leicht auf sodass ihre Jungen zwischen den Hinterbeinen Platz haben, dann legen sie ihren Kopf auf die Hinterpfoten. Es entsteht so eine geschlossener Raum zwischen Boden und dem Bauch, der Beine und dem Kopf der Hündin. Die Jungen werden durch das Fell geschützt und haben es durch die Körperwärme ihrer Mutter mollig warm.
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| Felix mit ihren beiden Rackern |
Copright Julietta Günther
"Unsere kleine Farm" - 2016-02-20
Heute war ein Faultiertag! Mit mir als Hauptdarsteller. Als ich nach dem Aufwachen aus dem Fenster sah, begann ich die Arbeiten für den Tag zu planen: Tiere versorgen, danach Hundetraining, den von Vorabend stehengebliebenen Abwasch erledigen, Wäschewaschen und allen voran Bäume schneiden.
Mit meiner Tasse Kaffee, gleichermassen auch mein Frühstück, stellte ich mich auf die Terrasse, ließ den Blick über die Weite des Landes und des entfernten, nur zu erahnenden Drau-Tales schweifen. Dies sind die morgentlichen Minuten der inneren Einkehr, fast schon einer Meditation gleich. Nichts denken, sondern nur den beginnenden Tag geniessen und die darauffolgenden Stunden Tag erahnen.
Irgendwann riss ich mich aus meiner Gedankenleere und machte mich ans Tageswerk. Zuerst fütterte ich die Viecher. Und dann ...
Selbst bei den augefeiltesten Planungen, kommt es meistens anderes als gewollt. So kam auch heute einiges oder garnichts dazwischen, je nachdem aus welcher Sicht man es betrachtet. ...
Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Einen unserer Rüden musste ich aus dem Zwinger nehmen, da er krank ist und so lag er geschützt auf der Terrasse. Drei nicht kastrierte Rüden, die sich zumal nur von der Ferne kennen und davon noch einer durch den massiven Durchfall geschwächt; das war mir ein Tick zu risikoreich. Ich setzte mich zu ihnen und beobachtete ihr Verhalten. Die Sonne schien mir auf den Bauch und ich genoss die warmen Sonnenstrahlen und dabei blieb es mehr oder minder. Das tägliche Küchenprogramm zu absolvieren und abends noch einmal das Fütterprogramm, dies war mein erfolgreich abgelegtes Tagespensum, gepfiffen auf all die Pläne und Vorhaben, stattdessen: Einfach nur einmal NICHTS tun.
Mit meiner Tasse Kaffee, gleichermassen auch mein Frühstück, stellte ich mich auf die Terrasse, ließ den Blick über die Weite des Landes und des entfernten, nur zu erahnenden Drau-Tales schweifen. Dies sind die morgentlichen Minuten der inneren Einkehr, fast schon einer Meditation gleich. Nichts denken, sondern nur den beginnenden Tag geniessen und die darauffolgenden Stunden Tag erahnen.
Irgendwann riss ich mich aus meiner Gedankenleere und machte mich ans Tageswerk. Zuerst fütterte ich die Viecher. Und dann ...
Selbst bei den augefeiltesten Planungen, kommt es meistens anderes als gewollt. So kam auch heute einiges oder garnichts dazwischen, je nachdem aus welcher Sicht man es betrachtet. ...
Der Rest des Tages ist schnell erzählt: Einen unserer Rüden musste ich aus dem Zwinger nehmen, da er krank ist und so lag er geschützt auf der Terrasse. Drei nicht kastrierte Rüden, die sich zumal nur von der Ferne kennen und davon noch einer durch den massiven Durchfall geschwächt; das war mir ein Tick zu risikoreich. Ich setzte mich zu ihnen und beobachtete ihr Verhalten. Die Sonne schien mir auf den Bauch und ich genoss die warmen Sonnenstrahlen und dabei blieb es mehr oder minder. Das tägliche Küchenprogramm zu absolvieren und abends noch einmal das Fütterprogramm, dies war mein erfolgreich abgelegtes Tagespensum, gepfiffen auf all die Pläne und Vorhaben, stattdessen: Einfach nur einmal NICHTS tun.
Mittwoch, 3. Februar 2016
"Unsere kleine Farm" - 2016-02-01
Bei meinem Rundgang bemerkte ich, dass es nicht mehr lange dauert und die Mandelbäume fangen zu blühen an. Viel zu früh! Zumindest für hiesige Region.
Draussen scheint die Sonne bei gute 10 Grad plus, fast ein Hauch von Frühling. Die Sonne hat schon mächtig Kraft. Doch es ist zur früh für diese warmen Tage. Es macht mir Sorgen, denn die Bäume und Sträucher treiben schon kräftig an. Wenn jetzt noch die kalten Tage mit den kräftigen Minusgraden kommen, dann erfrieren die Obstbaumblüten. Wir hatten die letzten Jahre durch die Trockenheit schon eine dürftige Ernte gehabt und ich hoffe, dass sie dieses Jahr besser ausfällt.
Heute steht Baumschnitt auf dem Plan: Stück für Stück schneide ich mich von Baum zu Baum. Die Tiere freuen sich über die jungen Triebe und bei so vielen Bäumen fallen einige an. So stehen die Ziegen und Schafe oft am Zaun und warten bis ich mit der Schubkarre ankomme. Auch die Schweine quiecken, wenn sie die Schubkarre hören und sobald dann die ersten jungen Zweige vor ihnen liegen, geht das Geschmatze los. Es scheint auch ein Festschmaus für die Gänse zu sein, die sofort die Schubkarre umringen. Dann muss ich schon einmal aufpassen, dass mich nicht eine von ihnen zwickt. Eine von ihnen ist besonders hinterlistig und zwickt mich mit Vorliebe in mein Hinterteil. Ich vermute, es ist einer der Erpel ;-)
Bei uns hat die Babysaison begonnen! - Diese Zeit liebe ich besonders. Im Januar gab es schon einige junge Häschen und vor drei Tage hat das erste Schafskitz das Licht der Welt erblickt. Ein Tag später folgte ein weiteres. Und heute kamen vier Ferkel auf die Welt. Das ist eine ganz besonders auffällige Truppe! Unsere Muttersauen sind ein Mangalica Schweine. Ein graues und ein rotes. Das sind die Schweine, die aussehen als hätten sie lauter Löckchen als Fell. Diese Schweine zeichnet ein sehr cholesterinarmes und gut marmoriertes Fleisch aus. Der Eber hingegen ist ein Wildschwein, das wir als Jungtier gekauft und selber aufgezogen haben. Nun aber zurück zu unserem Ferkelzuwachs: Wir haben also vier kleine Quieker: zwei davon sind schwarz-braun gestreift, eines hellgrau-dunkelgrau gestreift und eines ist weiss mit dunkelgrauen, hellgrauen und braunen Punkten. Es sieht aus wie ein Dalmatiner. Die Frage ist nur, wo in der Erbfolge das Schwein war, dass die Punkte weitervererbt hat. Denn unsere Elterntiere haben keine.
Schweine sind sehr soziale Tiere. Wir haben noch eine andere hochträchtige Sau. Diese hat der anderen geholfen und die kleinen Ferkel abgenabelt. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Sau, die Ferkel der anderen mitsäugt. Sie betreiben gemeinsam die Ferkelhege und auch der Eber kümmert sich rührend um die Kleinen. Die Kleinen turnen auf dem Vater herum, knabbern an seinem Ohr und er schubst sie zurück in die warme Kuhle. Es ist rührend mit anzuschauen und ich könnte stundenlang zusehen. Ich weiss gar nicht, wie oft wir heute draussen waren und den Schweinen zugesehen haben. Die nächsten Tage müsste es noch einmal Ferkelzuwachs geben. Auch stehen noch einige trächtige Schafe und Ziegen auf der Weide. Es bleibt spannend und jeden Morgen laufe ich als erstes zu den Stallungen und schau nach, ob es in der Nacht wieder Nachwuchs gegeben hat.- Ich weiss auch nicht warum, aber unsere Tiere werfen immer nachts. Manchmal bemerkte ich das, wenn die Hunde nachts anschlugen. Aber die letzten Nächte haben die Hunde entweder wie die Murmeltiere gepennt oder aber sie sind inzwischen an die andere Geräuschkulisse gewöhnt, dass sie es nicht für nötig hielten, zu bellen. - Vielleicht lag es auch schlichtweg daran, dass die Wauzis sich an ihrer gestrigen Sonderration Fleisch so gelabt haben, dass sie schlichtweg ihren vollen Ranzen nicht bewegen wollten. ;-)
Unsere Hunde und Katzen haben bislang immer frisch gekochtes Fleisch oder Fisch mit Gemüse, vermischt mit Trockenfutter erhalten. Für die Hunde gab es dazu Obst, Nüsse und Kräuter, hin und wieder ein rohes Ei. Die letzten Monate hatten wir drei Mal Probleme mit dem Trockenfutter und das letzte Mal waren einige Hunde tagelang schwer krank. Früher schon habe ich mir die Inhaltsangaben des Trockenfutters genau angesehen und möglichst solches gekauft, das möglichst viel Fleischanteil aufweist, kein Zucker oder Salz beinhaltt. Es ist natürlich auch ein Kostenfaktor. Seitdem das Trockenfutter, die Hunde krank gemacht hat, habe ich nicht nur die Sorte gewechselt, sondern mich auch weiter informiert und das Barfen mit in den Ernährungsplan aufgenommen. So bekommen die Tiere hin und wieder rohes Frischfleisch oder Fisch, Innereien oder Muskelfleisch. Die Hunde lieben es! Sie sind seitdem viel ausgeglichener, haben ein glänzendes Fell, keinen Zahnstein mehr.
So bekamen die Hunde gestern ihre Frischfleischration und haben daraufhin geschnarcht wie die Murmeltiere.
copyrigt Julietta Günther
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