Montag, 5. Juni 2017

"Unsere kleine Farm" - 2017-06-05

Hitze - Hitze und noch einmal Hitze und das ganze Jahr kaum Niederschlag!

Ich frage mich die letzten Tage immer wieder, was Menschen veranlasst in der Wüste zu leben. Die letzten Tage wurde mein Wasser knapp und gestern Abend war die Zisterne endgültig leer und so hieß es Wasser schleppen. Mal huckepack und dann wieder mit der Schubkarre den Berg hinauf. Bei rund einhundert Tieren kommt einiges an Wasserbedarf zusammen. Ganz zu schweigen, daß eigentlich im Haus auch noch geputzt, gewaschen, abgewaschen, geduscht oder auch nur das stille Örtchen bedient werden müsste. Doch die Tiere und Menschen gehen vor und das bedeutet - wenn morgen der Tankwagen endlich kommt - klar Schiff machen ... und es ist zwangsweise einiges liegen geblieben. - Doch wie machen das die Menschen in der Wüste??? Zumal diese oftmals noch weiter zum Wasser gehen müssen als ich es mit meinen rund fünfhundert Meter.

Die Tiere macht die Hitze und die Trockenheit ganz kirre. Die Schafe und die Ziegen waren heute auf der Außenweide kaum im Zaum zu halten. Ein Tier war mir heute glatt abhanden gekommen. Ich hole seit einiger Zeit die Herde in der Mittagshitze zurück ins Gehege und in den Schatten. Als ich heute Abend noch einmal mit ihnen auf die Weide ging, stellte ich fest, dass ein Tier am Morgen draußen geblieben war. Da wurde mir auch klar, warum unser Hütehund aufmerksam den Zaun beobachtet hatte. Ansonsten war er in den letzten Tagen keine große Hilfe. Hobby war kaum zum Hüten, geschweige denn zum Hereintreiben zu animieren. Der blieb einfach im Schatten des Baumes liegen, tat so als sei er taub oder auf einem anderen Stern ... und ich musste laufen ...

Die Hitze und die Trockenheit macht nicht nur den Tieren, sondern auch den Pflanzen zu schaffen. Meine Erdbeeren haben Herbstlaub. Die Tomatenpflanzen sind nicht mehr zu retten. Doch erstaunlicher Weise wächst das Unkraut und irgendwelche Schnecken laben sich an den Tagetes und dem Kraut der Möhren. Diese Pflanzen werden normalerweise nicht angenagt. Es zeigt sich auch welche Kraft die Natur hat. So keimen trotz Wassernot manche Samen und das Unkraut braucht scheinbar kein Wasser :-(
Gibt es eigentlich schon genmanipulierte Unkräuter? - Damit kämen die Kleingärtnerkriege in eine neue Dimension ... bislang kenne ich nur Episoden wie: "Ich schmeiss Dir Brennnesselsamen in den Garten, weil Du Deine Schnecken in meinen Gemüsegarten umgeleitet hast" - doch genmanipuliertes Unkraut ... tja das eröffnet ungeahnte Dimensionen ... ;-) - Aber zum Glück sind mir solche Nachbarn fern. Obwohl wir auch schon mit einer Anzeige konfrontiert wurden, daß angeblich unsere Schweine Nachbars Gemüsegarten geplündert hätten. Zur Verteidigung der Nachbarin muss ich anführen, dass sie aus der Stadt kommt. Sonst hätte sie gewusst, daß Schweine ihr Gemüse sicher nicht fein säuberlich abgenommen, sondern auch noch gleich ihren kompletten Garten umgepflügt und entwurzelt hätten. - Es müssen wohl zweibeinige Schweine gewesen sein, die die Nachbarin um den Lohn ihrer Ernte gebracht hatten. Mir ist auch ein solcher Ernteverlust widerfahren. Ich wohnte damals in einem Haus, das an einem Hang gebaut worden war. Von der oben liegenden Strasse war der Garten nicht einsehbar und unterhalb standen Häuser, die mit Zäunen von meinem Garten abgetrennt waren. Auch von dort konnten eigentlich niemand in den Gemüsegarten sehen. Als ich abends heimkam, sah mein Garten wie frisch gemäht aus - auch mein Gemüsegarten! Nachdem ich schon ein paar Mal mit ungarischen Gärtnern konfrontiert worden war, die alles abmähten was grün und größer als zehn Zentimeter, auch Tomatenstauden und frischgepflanzte Rosenstöcke, die sie selber gepflanzt hatten ... schwante mir schon Schlimmes ... dann war ich dann doch baff erstaunt ... nicht der Gärtner hat gemäht, sondern irgendein Strolch hatte mir alle meine Karotten aus dem Boden geklaut. Obendrein hatte er meine Pflanzen in den großen Bottichen fein säuberlich ausgetopft, sie sorgsam auf die Erde gelegt und ist mit meinen Töpfen auf und davon. Ich hingegen hatte Mühe neue in dieser Größe zu bekommen. Solche gab es hier in Ungarn damals nicht. Meine Pflanzen fristeten wochenlang ein Dasein in den provisorischen Mülltüten-"Töpfen".

Nun aber zurück zur Hitze und ihre Auswirkungen. Vorgestern wurde ich von einem Krachen aufgeschreckt, konnte mir aber keinen Reim auf dieses ungewöhnliche Geräusch machen, auch konnte ich die Herkunft nicht ausmachen, Als ich später ins Gehege ging traute ich meinen Augen nicht, Schafe und Ziegen standen in einem engen Pulk zusammen und als ich näher kam, musste ich zwei Mal hinschauen und es dauerte eine Weile bis ich realisierte was ich sah: Ein großer Aprikosenbaum war in zwei Hälften zerborsten. Ein Teil stand noch und der andere Teil lag mit allen Blättern und rund fünfzig Kilo unreifen Aprikosen am Boden. Daran labten sich nun die Schafe und Ziegen. Da kam Freude auf! Bei den Tieren, aber nicht bei mir. In meinem Kopf ratterte nicht nur die Zahlen des Ernteausfalls, ich fragte mich auch wie das passieren konnte. Erst dachte ich daran, dass die Ziegen vielleicht die Äste herunter gezogen hatten. Doch bei näherer Betrachtung sah ich daß der Baum regelrecht gespalten wurde, wie nach einem Blitzeinschlag. Es war aber kein Gewitter. Offensichtlich hat die Hitze dem Baum derart zugesetzt, daß sich der Stamm wie ein Korkenzieher gedreht hat und der Stamm durch die Trockenheit regelrecht auseinander gerissen worden war.



 - Sachen gibt es, die glaubt man kaum! -

Gestern gab es die nächste hitzebedingte Hiobsbotschaft. Als ich mittags den Schweinen noch einmal Wasser nachfüllen wollte, lag Frieda unsere Ausbrechersau tot im Stall. Ich hatte eigentlich mit dem Wurf der Ferkel gerechnet und nicht damit, daß Frieda, gerade einmal zwei Jahre alt, sich ins Regenbogenland verabschiedet. Wieder ratterten die Gehirnwindungen: nun stand ich da, ich armer Tropf, am Pfingstsonntag mit einem totem rund einhundertfünfzig Kilo schweren Schwein in glühender Mittagshitze, ganz alleine, da Männe in weiter Ferne weilt ... als ich mich langsam aus meiner Erstarrung gelöst hatte, fiel ich erst einmal in ein "Sch... - warum muss gerade mir das passieren und dann auch noch an einem Feiertag"-Loch. Just da rief eine Freundin an, erdete mich wieder und half mir, dass bei mir mein Verstand wieder einsetzte. Sie suchte mir dann auch noch die Nummern der Abdeckerei heraus. Was nun folgte war ein "Buchbinder Wanninger Prinzip", das darin gipfelte, daß ich nicht nur einmal daran erinnert wurde, daß schließlich Feiertag sei, sondern brachte mir auch noch die Erkenntnis, daß ich mir die ganze Telefoniererei hätte sparen können. Einer meinte, daß sie das Tier am Freitag abgeholt hätten oder erst wieder nach Pfingsten am Dienstag! Da konnte ich es mir nicht verkneifen zu sagen, daß ich vergessen hätte, der Sau zu sagen, daß sie nur am Freitag bis vierzehn Uhr oder am Dienstag ab sieben Uhr das Zeitliche segnen darf :-( - Auf meine Frage, was ich nun bis zum Dienstag mit dem Schwein machen solle, kam erst einmal die Antwort, daß er das auch nicht wüsste und dann folgte der Vorschlag, ich sollte das Tier aus dem Stall ziehen und irgendwo abseits deponieren ... Ah ha! ... und das bei ca. fünfunddreißig Grad Hitze! ... als ich meinte, daß es dann anfänge zu stinken und ich es ja nicht einfach irgendwo begraben kann, bekam ich als Antwort, daß er mir da auch nicht weiterhelfen könne, es sei ja schließlich Feiertag und am Dienstag kőnnten sie es abholen ... - ... - ... soviel zum Thema Seuchenschutz! ... Ich bin der Meinung, daß es in diesem Fall einen Notdienst bedarf. Hier hat fast jeder Haushalt mindestens zwei, meistens große Hunde und oftmals auch Nutztiere. Kaum jemand wird über einen geeigneten Kühlraum verfügen. Jetzt stellt man sich mal vor, da verreckt so ein Rind von rund fünfhundert Kilo. Mit dem Verwesunggeruch kann man einen ganzen Ort tagelang betäuben! Zwei Tage in glühender Hitze, da läuft der Kadaver schon von ganz alleine. ... und im ungünstigsten Fall gelangt die Brühe noch in die nächsten Trinkwasserbrunnen. Igitt! - Doch wenn dann wirklich etwas passiert, dann darf man mit kräftigen Strafen rechnen. - Irgendwo liegt da die Kruks im System! - Ich hatte Glück im Unglück: Ein Metzger riet mir, das frisch am Hitzschlag verstorbene Schwein zu zerlegen und zu Hundefutter zu verarbeiten. So hatte wenigstens einige etwas davon. Doch mir blutete das Herz als ich das richtig gutgewachsene Fleisch sah und an den Schinken und Speck dachte, der daraus geworden wäre. Richtig traurig wurde ich, als ich bemerkte, daß sie neun Ferkel mit ins Regenbogenland genommen hatte. - Da zieht man ein Tier zwei Jahre lang auf und als sich langsam die Mühe in bare Münze bezahlt machen könnte, endet es in einem Fiasko und einem nicht unerheblichen finanziellen Verlust. Sch...! -

Das bringt auch ein Landleben mit sich: irgendwann lernt man zu sagen:

 "Es ist halt so geschehen und ich kann nichts daran ändern"
und ich für meinen Teil habe gelernt, schneller mit der Vergangenheit abzuschließen und die Geschehnisse als Vergangenheit abzulegen, die sich nicht mehr ändern lassen. Mir ist dabei auch bewusst geworden, wieviel Altlasten ich mit mir herum geschleppt hatte.

Fiel Euch schon einmal auf, wieviele Menschen, Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit als Entschuldigung nehmen für ein Fehlverhalten oder nicht Handeln in der Gegenwart? Frei nach dem Motto "Er hatte eine schwere Kindheit, deshalb..." - "Sie hat in ihrer letzten Beziehung schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, darum..."-

Ist es nicht vielmehr so, daß jeder in der Gegenwart jederzeit verantwortlich ist für seine Entscheidungen -
im Hier und Jetzt?

Ich habe seit früher Jugend ein Lebensmotto: "Egal wie ich mich irgendwann einmal entschieden habe, ungeachtet dessen, welche Konsequenzen meine Entscheidung hatte - positive wie auch negative - meine Entscheidung war richtig. Denn sie war richtig zu dem Zeitpunkt als ich sie traf ...


- Copyright Julietta Günther -

Sonntag, 28. Mai 2017

"Unsere kleine Farm" - 2017-05-28

Vor zwei Wochen hat die Zeit begonnen, die ich so liebe - Segen und Fluch zu gleich!

Es begann mit der Blüte der Akazienbäume, die Luft war schwer von ihrem honigsüßen Duft. Es folgten die Pfingstrosen und die Iris, wobei jede einzelne Sorte und Farbe ihr eigenes Aroma haben. Die braunen Iris duften sogar ein wenig nach Schokolade. Überhaupt hat mich das Irisfieber nun endgültig gepackt. Die Pflanzen begeistern mich seitdem ich in Spanien in einem Irisgarten war, doch ausgelöst durch eine Freundin hat bei  mir nun die Sammelleidenschaft eingesetzt. Einige Sorten und Farben sind bereits zusammen gekommen. Die Sammelwut hat mich auch bei meinem Wildpflanzengarten endgültig gepackt. Es ist faszinierend welche ein Wildpflanzenreichtum es hier gibt. Pflanzen, die in Deutschland längst ausgerottet wurden und die ein an Kindheit erinnern kann man hier noch finden. Doch auch andere Arten, die in noch nie sah. Ich zählte die Tage alleine sieben verschiedene Arten von Glockenblumen! Auch musste ich entdecken, dass es nicht nur eine Sorte Löwenzahn gibt, sondern mindestens zwei. Selbst beim Spitzwegerich gibt es nicht nur den breitblättrigen und den schmalblättrigen, sondern auch noch eine breite hochwachsende Pflanze. Ständig entdecke ich neue Sorten und das Schafehüten wird jedesmal zu einer Entdeckerreise. Auf jeden Fall bin ich seitdem nur noch mir Schaufelchen, Tütchen und Gummis beim Schafehüten. Die Gummis brauche ich für die Kräutersammlung für den Wintertee. Mit dem Schippchen rettete ich bereits einige Pflanzen vor dem Mähdrescher und sie zogen in meinen Wildpflanzengarten um.

Wieder zurück zu den Dufterlebnissen. Jetzt hat die Rosenblüte begonnen und auch der Holunder hat seine weißen Dolden geöffnet und nun beginnt der Fluch: es hat die Erntezeit begonnen. Rosenblüten liegen zum Trocknen, Holunderblüten werden zu Sirup und Holunderblütenpfannkuchen. Leider hat mein Trockenautomat seinen Geist aufgegeben und ich merke wie sehr mir dieses Gerät fehlt! Hier gibt es zwar einige im Handel, doch die Qualität läßt zu wünschen übrig. So muss ich nun mühsam entweder im Freien Trocknen oder im Backofen. Beides ist nicht gerade der Hit ...

Der "Fluch" geht noch weiter. Die Erntesaison hat auch den Gemüsegarten und die Obstbäume erfasst und meine Küche ähnelt inzwischen an ein Gläserlager. Einweckgläser über Einweggläser und es sammelt sich bereits einiges an Eingekochten an. Auch in der Gefriere tummelt sich schon Mangold, Majoran, Zitronenmelisse, Kirschen, Erdbeeren usw.

Warum ich diese Zeit so liebe?

Weil ich morgens mein Frühstück im Freien einnehmen kann! So auch vor ein paar Tagen: ich stand mindestens eine halbe Stunde auf der Leiter unter einer unserer Kirschbäume und stopfte mein Frühstück in Form von frischgepflückten Kirschen in den Mund. Irgendwann bemerkte ich, dass Felix eine unserer Hündinnen unter mir schlief, ungeachtet der Kirschkerne mit der ich sie dekorierte. Als ich genug Kirschen intus hatte ging es an die Erdbeeren. Dieses Jahr kann ich mich vor Erdbeeren nicht retten. An einer Pflanze hatte ich vor ein paar Tagen sage und schreibe achtundsiebzig (!) Früchte gezählt. Ich muss die Erdbeeren teilweise schon vor der endgültigen Reife abnehmen, da die Pflanze sie abwirft. Es fehlt seit Monaten der Regen und das macht sich bemerkbar, auch die Apfel-, Quitten- und Pflaumenbäume haben ihre Früchte abgeworfen - der Ertrag wird dieses Jahr wohl mau werden ...



Zurück zu den Erdbeeren: Einige Pflanzen sind kniehoch, das habe ich noch nie erlebt. Durch den kalten und trockenen Winter ist dieses Jahr die Vegetation eine komplett andere. Pflanzen kommen, die sich seit Jahren rar gemacht haben. So gab es beispielsweise mehr Tulpen und Narzissen als sonst. Auf der anderen Seite sind viele Rosenstöcke kaputt gegangen, auch so manch eine Frühlingsblume kam garnicht. Seit Wochen warten wir auch, dass sich bei unseren Bananenbäumen sich etwas tut. Doch hier im Ort kommt noch kein einziger - normalerweise sind die um diese Zeit bereits zwei Meter hoch.



Wunder der Natur oder dieses Jahr man wundert sich nur noch ...

A propo Wunder: einer unserer Welpen hat sich gestern auch gewundert! Er hatte Blähungen und war lautstark am Pupsen ;-). Bei jedem Pups wandete er sich blitzschnell um und suchte nach der Ursache des unerwarteten Geräusches. Der arme Kerl drehte sich eine geraume Zeit im Kreis und ich lachte Tränen ;-)

Es gibt noch ein anders Wunder. Unser anderer Welpenwurf! Vater ein schwarzer Süddeutscher, die Mutter ein Schäferhundmix (braun-schwarz) und die Welpen? vier schwarze, ein dunkelbrauner und zwei schneeweiße! Wirklich schneeweiß bis auf die kohlrabenschwarze Nase und die Knopfaugen?!?!? - Die Hündin ist mit hundert prozentiger Sicherheit nicht fremdgegangen und so grüßen die Mendelschen Gesetze. Sie müssen dieses Mal sehr weit zurück gegriffen haben. Der Großvater war auch ein Süddeutscher Schwarzer und die Mutter eine Sierra de Aires-Mix. Auf jeden Fall habe ich einen der weißen bereits Knut getauft, weil er mich an den kleinen Eisbär erinnert... Was mir jedoch ein Rätsel ist, irgendwie verschwanden über Nacht zwei schwarze und ein braunder Welpe. Gerade bei dieser besonders fürsorglichen Hündin ist mir das unverständlich.

Nun warten längst schonb Schaf, Ziege und Co, sowie Rosenblüten, Holunder, Kirschen, Erdbeeren und was sonst noch der Garten so hergibt - doch lieber würde ich es heute meiner Freundin gleich tun und ins Termalbad gehen zum Schwimmen, Faullenzen und Sonnenbaden.

Fluch und Segen zugleich: Volle Vorratsschränke kontra Freizeit und Relaxen :-(
- es geht eben nicht alles, aber den versuch gebe ich deswegen nicht auf ;-)

-copyright Julietta Günther





"Unsere kleine Farm" - 2017-05-13

Zur Zeit scheine ich offensichtlich zum Faultier mutiert zu sein, zumindest was die Schreiberei anbelangt ...

Es hat sich die letzten Wochen einiges getan auf unserer kleinen Farm: allerortens hat sich Nachwuchs eingestellt:  ein kleines schneeweisses Zicklein und zwei Lämmchen erblickten das Licht der Welt. Eines der Lämmchen musste ich mit der Flasche aufziehen, da die Mutter vermutlich wegen der Kälte keine Milch hatte. Leider haben wir auch drei Jungtiere verloren. Es war das erste Jahr, dass sich einige Muttertiere nicht richtig oder garnicht um ihren Nachwuchs kümmerten. Selbst unsere sonst so fürsorgliche Hündin Felix  hat ihren Wurf nach knapp drei Wochen nicht mehr gestillt und ihre Jungen quasi mir überlassen. Seitdem stolpere ich ständig über zwanzig kleine quirrlige Hundebeine, wovon immer mal wieder eines der Hundebabies jault, weil ich ihm Ausversehen auf die Pfötchen getreten bin. Alle Nase lang hängt mir ein kleines Fellbündel am Hosenbein oder ich ziehe eines am Schnürsenkel meiner Schuhe hinter mir her. Was ich die letze Zeit durch die Gegend gestolpert bin, geht auf keine Kuhhaut! Ich wusste garnicht, dass das Hundemuttersein so anstrengend sein kann ...

Wir haben mehr als fünfundzwanzig Häschen-Nachwuchs bekommen und zu der Schafherde haben einige schwarze zugekaufte Schafe gesellt. Die Anzahl der Schweine hat sich durch ihre Ferkel verdoppelt und so langsam wird es eng im Schweinestall.

Bei den Gänsen steht der Käfig mit den Küken aus dem Brutautomaten. Die ersten Tage liefen die Küken frei zwischen den Gänsen umher und die Gänse  bewachten sie wie ihre eigenen. Dies bedeutete auch, dass die Küken unter den Gänseflügeln schlafen konnten und Gans und Ganter sehr angriffslustig wurden, wenn man sich ihnen auch nur auf fünf Metern näherte, Nach ein paar Tagen wurden die Küken von mir wieder in den Käfig verfrachtet. Ein paar Mal musste ich in grösseren Aktionen die Küken wieder einfangen, von denen einige aus dem Stall geschlüpft waren und frei auf dem Grundstück herumliefen. Nachdem dann auch noch einige vor den Hundenasen umherrannten, was bei den Hunden den Jagdinstinkt aktivierte, war endgültig Schluss mit der Freiheit ... Küken in den Käfig, zumindest solange bis sie etwas grösser sind und mit den anderen in den Freilauf können,

Alles in Allem gibt es jede Menge zu tun








Copyright Julietta Günther

Mittwoch, 19. April 2017

"Unsere kleine Farm" - 2017-04-19




 

Ostern ist vorbei, Eier gab es keine, dafür ist heute der Winter zurück gekehrt und bei mir piepst es!

Eigentlich stimmt das mit den Eier nicht so richtig. Es gab sogar jede Menge davon - nur habe sich die Hennen kurz vor Ostern zum Brüten draufgesetzt. Obendrein hatte ich vor vier Wochen meiner Freundin siebzig  Eier zum Ausbrüten gegeben. Mein Automat hatte das Zeitliche gesegnet und sie hat einen großen, der mit einhundertfünfzig Eiern bestückt wird. Am Wochenende vor Ostern war es dann so weit: die Eier fingen an zu wackeln, ein leises Schiep-Schiep war zu hören und irgendwann bekam die Schale einen Riss. Doch es dauerte noch eine gefühlte Ewigkeit bis sich ein kleines nasses Küken aus dem Ei gepellt hatte. - Am Sonntagabend rief meine Freundin an, daß ich die Küken abholen könnte. Das war wieder einmal ein Planungsfehler par excellance! Obwohl ich wusste, wann es so weit sein würde, hatte ich vergessen, den Kükenstall vorzubereiten und die Einzelteile standen im Hühnerstall, in denen die Hühner bereits für die Nacht eingesperrt waren. Hinzu kam noch, daß die Tagesküken warm gehalten müssen und ich noch immer keine Rotlichtlampe gekauft hatte. Wieder einmal nicht von hier bis um die nächste Ecke gedacht !!! - So kam ich nun nach Hause, eine Kiste mit fiependen Küken im Arm und lauernden Katzen, die mich umrundeten. Auch unsere Kaukasierer schnüffelte sehr interessiert daran, was bedeutete, dass ich auf der Hut sein musste, da er schon einmal Küken auf seinen Speiseplan gesetzt hatte. Erst einmal stand ich ziemlich ratlos mit meiner Kiste im Raum, dann fiel mein Blick auf meinen Vitrinenschrank, in dem ich meine liebgewonnenen, reichlich nutzlosen Sammlungen aufbewahre ... schnell ein Bord von allerlei Elefanten freigeräumt und die Kiste mit den Küken hinein. - Nun piepst es bei mir im Schrank. Die Küken haben es mollig warm mit einer Lufttemperatur fast wie im Brutkasten und ich habe ein Fernsehprogramm der besonderen Art. Mein mir piepst es nun im Schrank (!) und jedem der sagt ich hätte einen Vogel, dem muß ich notgedrungen Recht geben. ;-)




Frühlingszeit ist bekanntlich auch Pflanzzeit und auch mich hat der Gartenvirus längst gepackt. Ich habe Unmengen Samen gekauft, umgegraben, schubkarrenweise Unkraut und Wurzeln aus dem Boden gezerrt, Pflanzen und Setzlinge getauscht und jeden Abend in einem immer wiederkehrenden Ritual meine rauen schmirgelpapierartigen Hände mit einer großen Portion Handcreme eine halbe Ewigkeit bearbeitet. Meine Samen habe ich auf der Küchenanrichte ausgebreitet. Direkt neben den Raucherutensilien meines Männes. Manchmal hat er so Anwandlungen und dreht sich seine Zigaretten selber, insbesondere an Feiertagen, an denen der Zigarettenladen zu ist. Für unterwegs verwendet er für den Tabak eine kleine Kunststoffdose. Ich werkelte daneben mit meinen Sämereien, die ich nach Einsaat-Zeitpunkt sortiert hatte. Vom Vorjahr habe ich eine Kiste mit eigenen Samen aus dem Garten, aufbewahrt in beschrifteten Tütchen und Döschen. Gestern befand ich mich im oberen Stockwerk, als ich von unten ein Prusten und ein lautes "Igitt-was ist denn das?" hörte. Mein Männe stand da hustete, spukte und fluchte vor sich hin. Als ich an ihn vorbei sah, fiel mein Blick auf sein vermeintliches Tabakdöschen auf dem ein Zettel klebte mit "Dill". Ich begann schallend zu lachen, während mein Männe mit inzwischen hochrotem Kopf, immer noch nach Luft schnappend mich mit verständnislosen Blick ansah. Es dauerte eine Weile bis ich mich beruhigt hatte und während mir noch die Lachtränen über Wangen liefen, machte ich ihn darauf aufmerksam, dass er meine Dillsamen als seinen vermeintlichen Tabak in seine Zigarette gestopft hatte ...

- mit Brille wäre das nicht passiert!


Copyright Julietta Günther

Donnerstag, 9. März 2017

"Unsere kleine Farm" - 2017-03-09

Diese Woche bin ich total verpeilt und dies fand heute seinen chaotischen Höhepunkt!

Heute morgen beeilte ich mich nichts ahnend und fütterte die Tiere, dann begann ich mich stadtfein zu machen: wusch mir die Haare, föhnte sie geduldig in Form, zog mich schick an und legte sogar Make up auf. Dann rief ich meinem Männe an und sagte ihm, dass ich auf dem Weg zum Bus sei. Nach einer kurzen Funkstille auf der anderen Seite kam dann das Unheilvolle:

"Szivem, ma csütörtök van!"  - "?!?!- Ma csütörtök van?!?!?" - "Igen"

Was übersetzt heißt:
"Mein Herz heute ist Donnerstag!" - ?!?!- heute ist Donnerstag?!?!?" - "Ja"

Nun war die Denkpause auf meiner Seite! Dann folgte ein ziemlich trockenes Sch... als mir ein Licht aufging: Die ganze Woche war ich offensichtlich um einen Tag zu früh dran. Womit sich somit auch erklärte, weshalb die Müllabfuhr diese Woche vermeintlich einen Tag zu spät gekommen war. Langsam offenbarte sich mir auch das gesamt Ausmaß: ich hatte alle Lieferanten auf die falschen Tage geplant und nun musste ich alles umplanen, obendrein war somit erst morgen Zahltag.

Doppelt Sch... !

Dann machte ich mich erst einmal an das Umdisponieren der Lieferanten. Als ich das erledigt hatte, beschloss ich es meiner Freundin gleich zu tun, die bäckt, wenn sie der Frust anspringt. Mein Frust war unendlich und in dieser Verfassung begann ich den Teig für ein Brot zusammen zu rühren. Als der Mixer zu quietschen und zu stinken begann, bemerkte ich, dass der Brotteig zu schwer für die Maschine war. Normalerweise knete ich diesen auch von Hand. Noch immer in Gedanken versunken, zog ich den noch laufenden Quirl aus dem Teig und sogleich verteilte sich der Teig im hohen Bogen in der Küche und in meinem Gesicht. Klasse! 😒 Das Fladenbrot wurde in den Ofen getan und nach einiger Zeit zogen blaue Schwaden in das Obergeschoss, die mir verkündigten, dass das Brot inzwischen verbrannt war.

Mensch noch einmal, ich war wirklich neben der Spur! Also einen neuen Teig angesetzt, diesen auch problemlos fertig gebacken und das Blech zum Abkühlen auf die Treppen zum Weinkeller gestellt. Irgendwie bekam das Blech Übergewicht und sauste mit lautem Gepolter die steilen Stufen hinunter in die Pince=Weinkeller. Doch damit nicht genug! Das Blech wurde durch das erste Weinfass abrupt abgebremst, doch das darauf liegende Brot gewann an Flugkraft und flog - in den Matsch des Weinkellerbodens. Durch den vielen Regen der letzten Tag war in den Keller Wasser hinein gelaufen und hat den gestampften Lehmboden aufgeweicht. Zweites Brot dahin! -
Es folgte das dritte, was dann auch klappte.

Nun war mein Frust eher größer als kleiner geworden und ich beschloss noch einen Kuchen zu backen. Etwas Hüftgold: statt Schokolade, die ich erst morgen einkaufen kann, nun eben einen Kuchen. Teigbestandteile in die Schüssel, allerdings hätte ich zuerst die Butter, die Eier und die Butter schaumig reinrühren sollen. Bei mir kam alles auf einmal hinein ... Was sehen was dabei rauskommt. Der Kuchen ist noch im Ofen. Auf jeden Fall kippte ich den Teig in die Kranzkuchenform, bis ... ja bis ich bemerkte, dass mit etwas auf die Füße tropfte und der Hund neben mir zu schmatzen begann. "Hilfe, das darf doch nicht wahr sein!!!" Einen nicht unerheblichen Teil des Teiges hatte ich durch das mittige Loch der Kuchenform gekippt. Den restlichen Teig füllte ich sorgsamer ein. Als ich die Kuchenform in den Backofen tat, riss ich mit dem Ärmel einen Topf mit Suppe vom Mittagessen vom Herd. Suppe ade! Hund schmatzt noch mehr! Beim Topfdeckel ist dabei der Knauf abgebrochen! Küche sieht aus wie die Sau! - Doch der Kuchen kam heil in den Backofen. ...

Dann habe ich mich erst einmal vor meinen Computer gesetzt und alles sacken gelassen. Erst wenn ich mich gesammelt habe, werde ich mich daran machen, das Küchenchaos zu beseitigen. Alles andere wäre heute vermutlich fahrlässig.
😒😒😒😒😒😒😒😒
"Hallo altes Haus, morgen sieht die Welt schon wieder anders aus!"


Nachtrag: Der Kuchen war eine "Offenbarung": Außen schön knusprig und innen klietschig. 😒... und beim Brot hatte ich das Salz vergessen. - Besser ich gehe jetzt ins Bett und warte auf morgen...

Nachtrag 2: ... na ja an schlafen war nicht zu denken! ... ich hatte nicht aufgepasst und die Schranktür des Schrankes in dem der Kuchen stand, nicht richtig geschlossen. Vermutlich haben wieder einmal unsere Katze und unser Hundebär gemeinsame Sache gemacht. Sie haben den Kuchen aus dem Schrank geholt und sich daran gemacht, diesen zu vertilgen. Dies hatte für Caesar unseren Riesenhund fatale Folgen. Er bekam schlimmes Bauchgrimmen und begann in der Nacht herzzereißend zu jaulen. Ich durfte ihm dann für fast zwei Stunden den Ranzen kraulen. Irgendwann liessen seine Bauchschmerzen nach und ich konnte hundemüde ins Bett gehen. Das war eine kurze Nacht!


-Copyright Julietta Günther -

Mittwoch, 8. März 2017

"Unsere kleine Farm" - 2017-03-08

Hilfe!!! - Wie heisst es in einer Werbung "...wir haben so viel Haare, dass wir damit stricken könnten!"

Es wird Frühling! Und ... wir haben bei zwölf Hunden gleich so viel Haare, dass ich aus der Wolle gleich ganze Plaids produzieren könnte ... Das gäbe sicher ganz schöne kuschelweiche Decken ...

Zwölf Hunde unterschiedlicher Größe und Rasse = zwölf unterschiedliche Reaktionen auf die Bürste und das Kämmen:

"Schnell weg, Frauchen kommt mit Bürste!" und man sieht einen Hund flitzen und sich in die hinterste Ecke unter der Terrasse verdrücken. Es folgt ein Frauchen, dass bäuchlings mit einem Stück Wurst versucht den Ausreißer hervorzulocken. Doch schwupps, einmal nicht aufgepasst und weg ist die Wurst - von einem anderen Hund, der seine Chance witterte und nutzte. Also heisst es erst einmal abwarten und auf einen günstigeren Zeitpunkt warten. Irgendwann klappt es sicher des Ausreißer Fell auf glänzend zu trimmen.

Pedro hat eine spezielle Art, der Schönheitspflege zu entgehen: erst verkraucht er sich, wenn die Bürste zu nahe kommt, knurrt er sie an und wenn das nicht hilft, schnappt er nach ihr - dann ist erst einmal nicht ans Bürsten zu denken.

Buddy hingegen liebt das Kämmen. Hobby gib sogar abwechselnd seine Pfoten. Felix lässt sich bereitwillig  das lange Fell bürsten, wenngleich mit angezogenen Ohren. Chisma macht sich dabei, wie ein geprügelter Hund, flach wie eine Flunder und macht sich sofort aus dem Staub, wenn die Prozedur zu Ende ist. Jojo dreht jedes Mal total auf. Luna verschwindet in die Wassertonne, die sie als ihre Hütte erkoren hat und macht sich dort so klein, dass man sich nur noch wundern kann.

Bei Bella darf ich nur die weiche, biegsame Bürste nehmen und wehe ich komme an ihre Hinterbeine. Sie hatte als kleiner Welpe einen Unfall, der sie beinahe das Leben gekostet hat und bei dem sie lange die Hinterbeine nicht bewegen konnte. So sind die Hinterbeine, der Allerwerteste und der Schwanz eine Tabuzone. Nur manchmal lässt sie es zu, dass man sie dort berührt. Das bedeutet aber auch, dass sie in dem Bereich oft Zotteln hat, die sich dann irgendwann alleine lösen und als Flusen in der Wohnung liegen.

Am coolsten reagiert unser Hundebär: Der kann nämlich garnicht genug davon bekommen. Jetzt hat dieser riesige Hund zu allem Übel auch noch ein besonders dichtes Fell, dem schon einige an Bürsten und Kämme zum Opfer gefallen sind. Die Fellpflege artet somit in Schwerstarbeit aus. Caeser kommt, kaum dass er die Bürste sieht, angetrabt und dann heisst es kämmen und kämmen und kämmen. - Wehe, wenn einem nach einer halben Stunde Schwerstarbeit der Arm lahm wird und man aufhört! Dann schubst Caesar einen an und fordert weitere Bürstenstriche. Meistens schläft er irgendwann dabei ein. Letztens musste ich herzlich lachen: Caesar legte sich auf den Rücken, alle Viere in die Höhe, Augen geschlossen und ließ sich Beine und Bauch bürsten.  Irgendwann fing er an, wie eine Katze zu schnurren. - Da schnurrt so ein achtzig Kilo Hund wie ein kleines Kätzchen - irgendwann ging das Schnurren in ein sonores Schnarchen über und Caesar schlief wie ein Stein, der nicht einmal reagierte, als ich aufhörte, aufstand und ging.

Caesar - unser Hundebär


-Copyright Julietta Günther -



Dienstag, 7. März 2017

"Unsere kleine Farm" - 2017-03-07

Es wird Frühling! Vor zwei Wochen noch Eis und Schnee und nun zeigen sich schon die ersten Löwenzahnblüten und Gänseblümchen. Seit zwei Tagen gibt es auch die ersten Schneeglöckchen im Garten und die Tulpen strecken ihre Blätter immerhin schon fünf Zentimeter aus dem Boden. Nicht lange und die Mandelbäumchen beginnen zu blühen ....



nur bin ich noch immer nicht mit dem Baumschnitt fertig. :-((
Das Wetter der letzten Wochen hat mir einen Strich durch meine Planung gemacht.

Nicht die erwachende Natur hat mir vor Augen geführt, dass der Frühling naht, sondern etwas ganz anderes ...

Ich war am Samstag mit den Schafen auf der Außenweide als eines der inzwischen selten gewordenen Pferdegespanne die Strasse entlang kam: die Hunde flippten total aus und ... die Schafe gingen durch ... und was macht unser Hütehund??? ... er kläfft dem Gespann hinterher und auf mein Kommado, dass er die Herde zusammentreiben soll, macht er schwupps eine Kehrtwendung und beginnt zu Treiben ... nur statt den Schafen, treibt er die Hühner und die Gänse in den Stall ?!? ... Super! ... Offensichtlich hat er während der Winterpause einiges vergessen ...

Ich also den Schafen hinterher gepeest - Hund war ja immer noch mit dem Federvieh beschäftigt - als ich die Herde wieder unter Kontrolle hatte, gesellte sich auch unser Border Collie dazu und tat ganz eifrig .... allerdings etwas zu eifrig, denn dadurch wurde die Herde wieder unruhig. - Irgendwann kehrte Ruhe ein und ich atmete auf, doch ich freute mich zu früh ...

Denn da trabte keuchend einer der noch selteneren Jogger die Strasse herauf ... gleiches Spiel noch einmal ...
- man gönnt sich ja sonst nichts ... - Ich für meinen Teil hatte das tägliche Laufpensum nun intus und brachte die Herde zurück ins Gehege.

Ein Teil der Herde und im Hintergrund unser Hütehund

Aber wenigstens erging es mir besser als vor zwei Jahren meinem Männe. Nachbars drei Monate alter Foxi, der inzwischen bei uns lebt, war dort ausgerissen und fand Gefallen daran unsere Herde zu jagen. Einen Teil der Schafe trieb er in den nahegelegenen Wald. Er war dabei so umtriebig, daß mein Männe eines der Jungschafe auf den Schultern nach Hause tragen musste. Dem Rest der Herde setzte ihr Fluchtinstinkt so zu, dass sie nicht mehr zu halten war. Männe war drei Stunden dabei sie aus dem Nachbarort zurück zu holen ... und das quer durch den Wald ...

Ihr könnt euch vermutlich vorstellen in welcher Verfassung er zurück kam! Stimmt! -
Dreckig, verkratzt, total groggy, stinke sauer und fluchend wie ein Brunnenputzer. ...

Der Foxi hatte Lunte gerochen und sicherheitshalber das Weite gesucht. ;-)

Drum: Wer Schafe hat und einen Foxi in der Nähe, dem sei gesagt, er brauche kein Fitnesscenter ;-))


- copyright Julietta Günther -