Montag, 2. Januar 2023

Wie zynisch ist das denn?

Eigentlich bin ich eher ein unpolitscher Mensch, aber das was seit Monaten das Geschehen in Europa bestimmt, geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Im Gegenteil langsam kocht es in mir hoch.

Da steht ein offensichtlich an Geltungsbedürfnis nicht zu überbieten kleiner Präsident und verkündigt in seiner Neujahrsansprache 2022, sie würden "moralisch" und "historisch" auf der richtigen Seite stehen. 

Aha! Historisch, bedeutet Geschichte und somit für mich Vergangenheit. Entweder habe ich in der Schule nicht aufgepasst, oder da lebt jemand in der Vergangenheit. Dann auch noch verkünden, dass dies die neue Realität ist. Ich kenne das von meinem an Demenz erkranktem Vater. Der lebte in seiner Gedankenwelt in seiner Kindheit im Krieg in Berlin als die Russen kamen. 

Und "moralisch" - nochmals viele??? Moral wird als Regel- und Normenwerk einer Gesellschaft angesehen, dass als Verhaltensmassstab einer Gesellschaft steht... armes Russland, arme Russen. Mir war neu, dass es im 21.Jahrhundert noch Staaten gibt deren moralische gesellschaftliche Maßstäbe, Strukturen einem "historischen" Raubrittertum gleichen.

Wie heisst es ferner in der Neujahrsansprache dieses Präsidenten, der so realitätsfremd ist, dass mir oft nur noch ein Kopfschütteln möglich ist. Manchmal fragte ich mich aber auch, ob nicht irgendein ein Virus die heimgesucht hat und ob sie den Quatsch den sie loslassen auch wirklich glauben. Das wirklich Schlimme ist, dass viele Hunderttausende sich den Unsinn auch noch unreflektiert einverleiben und fleissig nachplappern. 

Hirn einschalten!

Selbst die vielen schlecht gemachten russischen Fotomontage fallen vielen nicht auf. Offensichtlich ist es in diesem grossen Land Normalität, dass ein Mensch innerhalb von nicht mal 2 Wochen gute 30 Kilo abnimmt und scheinbar alle paar Tage mit anderen Ohren und mit oder ohne Knubbel auf der Leinwand erscheint.

Der russische Präsident stellt sich in seiner Rede wie so oft als der Retter dar, doch offensichtlich ist, dass die er retten will, garnicht in seinem Sinne gerettet werden wollen. Besonders zynisch ist es, denen die man angeblich retten will, massenhaft Bomben  auf den Kopf wirft.

Wenn ich mir die gesamten Argumentationen und Rechtfertigungen anschaue, dann erscheint es mir wie Projektionen. Die Vorwürfe, die man anderen macht, haben im eigenen Haus ihren Ursprung... 

Wir leben im Zeitalter von Wahrheiten: 

Die Wahrheit des einen als Grund für Raubrittertum. 

Die Wahrheit des anderen als Ursache, nichts zu tun.

Dann gibt es noch die alternativen Wahrheiten.

... und es gibt die alternativen Fakten: da werden Menschen zu Tieren. Meucheln auf bestialische Weise andere Menschen... und jetzt aufgefasst: nun greifen die alternativen Fakten! Ein ermordeter Mensch hat das selber verursacht. Ach sooo! Der hat sich also selber die Hände gefesselt, damit sich dann einen Kopfschuss beigebracht, von den Toten auferstanden, um  anschliessend seinen Leichnam zu schänden. Filmreife Leistung!

Mir ist eines nicht klar. Sind es jetzt alternative Fakten oder alternative Wahrheiten, wenn Russland seine gefallenen Soldaten gleich vor Ort in mobilen Krematorien verbrennt? Es sind sicher alternative Fakten. Ein gefallener Soldat, der erst garnicht im Sarg zu seinen Angehörigen zurück kommt, ist einfach verschwunden. Der braucht in keiner Statistik mehr erscheinen! So schafft man alternative Wahrheiten! 

" oh, mein Papa ist in eine andere Dimension gebeamt worden! Jetzt ist einfach weg.".

Der Volksmund würde vermutlich sage, da wird einem die Hucke voll gelogen.

Kaum zu überbieten ist der perverse Zynismus in Bezug auf Getreidelieferungen. Lagerhäuser werden bombardiert,  Getreideschiffen die Zufahrt verwehrt. Erst werden tonnenweise, mutwillig Getreide zerstört, dann stellt sich der Zerstörer als Retter der Menschheit dar und will mit gestohlenen Getreide in kostenlose Lieferungen punkten. Pervers!

Irgendwie fällt es mir schwer, diesen verqueren, verknoteten Gedankenwindungen eine Logik abzugewinnen. 

Meinen Kindern habe ich versucht beizubringen, dass wenn man Mist gebaut hat, auch genug Rückgrat haben muss, dazu zu stehen. Bei diesen Lektionen in der Kindererziehung müssen einige Russen der Führungselite geschwänzt haben. Egal was passiert, in Russland sind immer die anderen Schuld.

Gedanken sind frei, jedenfalls noch...

Copyright Julietta Günther  

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Copright Julietta Günther 






Samstag, 31. Dezember 2022

26 - Mikesch - der kleine Kater Naseweis - Teil 26

 ... am Morgen rekelte sich Mikesch noch sehr verschlafen in der Koje. Er hatte von Minou, seinen Kindern, Fietje, dessen Familie und Wuschel geträumt.

Als er plötzlich die Schiffsglocke hörte, fiel ihm siedenheiss ein, dass er ja nicht mehr im Urlaub war, sondern bei der Arbeit. Schnell sprang er aus der Koje, fuhr sich hastig mit seinen Pfoten durchs Fell und rannte richtig Messe. Alle saßen schon beim Frühstück. Tony, der Kapitän sah ihn streng an: "Na wohl verschlafen? Aber nicht dass das zur Gewohnheit wird!" Mikesch murmelte kleinlaut eine Entschuldigung. Alle anderen waren schon fast fertig und so beeilte sich Mikesch noch ein paar Bissen zu ergattern. Es war nicht mehr viel übrig. Aber "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." Mit noch immer knurrenden Magen machte er sich an die Arbeit "Mäuse fangen". Ihr erinnert euch, dass Mikesch nur so tut als ob, schließlich kann er ja nicht die Verwandtschaft von Tante Mo's kleinen grauen Freund fressen. Er wendete weiter den Trick mit den Fellmäusen an. Bei seinem Rundgang durch das Schiff musste er jedoch feststellen, dass seine Finte mit den unechten Mäusen, Mikesch ein großes Problem bescherte. Während seines Landurlaubes hatten sich die Mäuse gewaltig vermehrt und in einigen Teilen des Schiffes wuselte es nur noch vor lauter Mäuschen. Oh weia! Das würde Tony nicht entgehen! Jetzt war guter Rat teuer ... Mikesch setzte sich in eine Ecke hinter einem der Rettungsboote und grübelte und grübelte. Ihm kam eine Idee in den Sinn, jetzt müssten nur die Mäuse mitspielen. Mikesch flitzte zu dem Ältesten der Mäuse, Theoderich Mäusezahn. Er erklärte der alten grauen Maus das Problem und seinen Lösungsvorschlag. Theoderich hörte zu, schüttelte und nickte hin und wieder mit dem Kopf. Nach einer Weile bat er seinen Enkel, den Ältestenrat der Mäuse zusammen zu rufen. Kurze Zeit später sassen sie alle um Mikesch herum. Theoderich berichtete von dem Vorschlag des Katers. Es wurde heftig diskutiert. Dann stimmte der Ältestenrat über Mikesch seinen Lösungsvorschlag ab. Die meisten entschieden sich dafür und Theoderich Mäusezahn verkündigte den Beschluss: 

Künftig werden bei jedem Stopp eine Gruppe Mäuse das Schiff verlassen und so die Anzahl der Mäuse auf dem Schiff klein halten. Wer und wieviele graue Pelztiger ans Ufer übersiedeln, wird vor jedem Stopp gemeinsam entschieden. - Im Gegenzug verpflichtet sich Mikesch keine Schiffsmäuse zu fangen und zu fressen. So sei es beschlossen!

Der Ältestenrat blieb noch zusammen und trafen die Vorbereitungen für den kommenden Stopp. 

Mikesch war zufrieden mit sich und seiner Lösung des Problems. Er fing dann als Alibi die von Tante Mo genähten Plüschmäuse. 

Die Vereinbarung mit den Mäusen funktionierte! Fortan bei jedem Stopp sah Mikesch wie, in der Dunkelheit der Nacht eine Gruppe Mäuse von Bord schlich.

Nur wenn Tony ihn wegen seiner guten Arbeit bei der Mäusejagd lobte, kam er sich schäbig vor, Tony so zu hintergehen.

Der Frachter nahm Kurs auf Island. Ursprünglich hatte der kleine Kater geplant, einen Stopp dort zu nachen und sich das Land etwas anzusehen. Aber! Er hatte gerade erst Landurlaub und würde nicht gleich wieder frei bekommen. Obendrein würde Tante Mo und ihr kleiner grauer Freund auf der Rückfahrt mit an Bord sein. Er freute sich auf die Beiden und so beschloss Mikesch seine Island Tour zu verschieben. Island würde ihm nicht davon laufen, doch ob er Tante Mo und ihr kleiner grauer Freund irgendwann später mal wiedersehen würde, war ungewiss. Der kleine Kater wollte die Zeit, die er mit Freunden verbringen konnte nicht verplempern. Freunde sind kostbar, Freundschaften müssen gepflegt werden und nichts kann so schmerzhaft sein, wie verpasste Gelegenheiten. Er freute sich auf die Zeit mit ihnen. Am kommenden Morgen sollten sie Island erreichen.


... Fortsetzung folgt ...


Copyright Julietta  Günther 




Mittwoch, 28. Dezember 2022

25 - Mikesch - der kleine Kater Naseweis - Teil 25

 ... am kommendem Morgen hieß es früh aufstehen. Mikesch hatte sein Bündel schon am Abend zuvor gepackt. Alle saßen gemeinsam am Frühstück. Es herrschte eine etwas traurige Stimmung. Pittyu würde wieder wochenlang auf See sein, das Leben seiner Familie würde ohne ihn weiterlaufen. Poul, Lea und Sane würden lange ohne die Gutenachtgeschichten ihres Vaters einschlafen müssen und Mariella müsste das Leben mit den Kindern alleine meistern. Auch für Mikesch hieß es Abschied nehmen. Er war gerne bei der Familie, aber im inneren seines Herzens spürte er, dass dies nicht sein Platz auf der Welt war. Höflich bedankte er sich für die Gastfreundschaft, gab jedem die Pfote und liess sich von allen noch reichlich knuddeln, bis Pittyu zur Abfahrt drängte. Sie winken noch aus dem Fenster bis das Auto ausserhalb der Sichtweite war. Stumm fuhren sie den Weg zurück, jeder hing seinen Gedanken nach. Weder die Schafe auf der Straße, noch die wunderschöne Aussicht nahmen sie so richtig wahr. Abschied ist immer das Ende von etwas und immer ein gewisser Schritt ins Unbekannte. Sie kamen am Hafen an, stellten das Auto auf dem Parkplatz ab und gingen zum Pier. Da lag schon das Schiff vor Anker und der Kapitän winkte hocherfreut als er beide zurück an Bord kommen sah.

Nach und nach trudelten die anderen Crewmitglieder ein. Sie hatten den kurzen Aufenthalt genutzt, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen oder Post aufzugeben. Kurze Zeit später stach das Schiff in See. Mikesch verkroch sich in seine Koje und liess die Tage noch einmal Revue passieren. Er hatte liebe Menschen kennengelernt, sehr viel erlebt und noch mehr erfahren. Da fiel ihm zum ersten Mal auf, dass es nie wichtig war, welche Sprache gesprochen wurde. Selbst wenn jeder in seiner eigenen Sprache redete, war dies kein Hindernis. Man konnte einander auch ohne Worte verstehen und hatte sich so viel zu erzählen. Seltsam nicht! Oder vielleicht auch nicht. Man hat nicht nur Worte um sich zu verständigen, man hat Hände, Füsse, Mimik oder notfalls Papier und Stift. Letzteres klappte bei Mikesch eher weniger. Er konnte lausig zeichnen und so kam schon mal der blanke Quatsch heraus. Wollte er einen Elefanten zeichnen  verstanden die Leute Gießkanne, was ja bekanntlich etwas ganz anderes ist. Aber im grossen und ganzen klappte die Verständigung sehr gut.

Am Abend begann Mikesch Magen sich zu melden und er begab sich zur Messe. Als Otto ihn sah, rief er: "Seht mal Leute wer da ist! "Hi Leute " ist wieder mit an Bord! (das ist Mikesch's Spitzname an Bord). Es gab erst einmal ein großes Hallo als sie Mikesch sahen. Er musste erzählen, was er alles erlebt hatte und sie berichtete was sich an Bord getan hat, während sie auf Landurlaub waren. Sie erzählten Mikesch aber auch, dass Tante Mo und ihr kleiner grauer Freund noch auf Island seinen und bei der Rückfahrt wieder mit kommen würden. Das freute Mikesch. Er hatte so gehofft die beiden noch einmal zu treffen.  Dann erzählte Rudero, der Steuermann noch eine unglaubliche Geschichte von Island. Dort kann man Outhorsing buchen. Was das ist? Angeblich beantworten Pferde dort die Emails der Gäste. Dazu haben die überdimentionale Tastaturen über die die Pferde laufen und so die Emails gestresster Urlauber beantworten. Ah ja, dachte sich Mikesch, ihr wollt mich wohl auf den Arm nehmen oder glaubt die story vom Pferd? Irgendwann, viel später stellte er fest, dass es diesen Quatsch tatsächlich gibt  wenngleich die Emails recht undefinierbare Anworten enthielten, logischerweise in pferdisch waren.

Recht schnell nach dem Abendessen verzog er sich in die Kabine. Mikesch hatte an dem Abend keine rechte Lust auf Gesellschaft. Ganz gegen seiner Gewohnheit schlief er nicht in Jan seiner Koje am Fussende. Jan wunderte sich etwas darüber, dass Mikesch in seiner eigenen Koje zusammen gerollt lag und schlief. Er dachte so bei sich, na ja Kater wollen offensichtlich auch mal fär sich alleine sein. 

Es war ein ruhige Nacht, das Schiff glitt ruhig durch das Wasser. Mikesch träumte, dass irgendjemand seinen Namen ruft. Als er am Morgen aufwachte, war er nicht sicher, ob er es nur geträumt hatte oder ihn wirklich jemand gerufen hatte. 


... Fortsetzung folgt...


Copyright Julietta  Günther 




Dienstag, 27. Dezember 2022

24 - Mikesch - der kleine Kater Naseweis - Teil 24

... die kommenden Tage dümpelte Mikesch so vor sich. Er besuchte noch einmal Li. Diesen Mal hatte Li nicht viel Zeit, sie hatte eine Lieferung bekommen und musste die in die Regale räumen. 

Das kommende Ende des Landurlaub machte sich auch bei der Familie bemerkbar. Sie planten für die Wochen an denen Pittyu auf See sein würde und Mariella alleine mit den Kindern an Land. Pittyu seinerseits bereitete möglichst vieles vor, damit es für Mariella leichter war. Er kontrollierte die Heizung, überprüfte die Süsswassertanks, schnitt den Schafen noch die Hufe, mistete die Stallungen aus und so vieles mehr.

Am Tag vor der Abreise traf Mikesch Caruso. Da dieser meistens mit der Schafherde draußen war, hatten sie einander nur aus der Ferne gesehen. Jetzt beim Hufe schneiden, hatte er frei. Nun war Caruso ebenso wissbegierig wie Mikesch neugierig. Sie setzten sich in den Schatten und sofort begann Caruso Mikesch Löcher in den Bauch zu fragen. Eigentlich war er in Gesellschaft der Schafe ziemlich einsam und hatte selten Gesprächspartner. Nun ja, da waren die Schafe, aber die kannten auch nur die Weiden und Stall. So spudelte es nur so aus Caruso. Er redete wie ein Wasserfall, wie eben jeder der lange jeder Konversation entbehrt hat. Das ist wie wenn ihr im Urlaub ward, zurück kommt und euren Freunden alles erzählen wollt, was ihr erlebt habt.

Eigentlich kam Mikesch kaum zu Wort, aber es war auch egal, er hatte sowieso keine große Lust zu reden und fand es viel interessanter zuzuhören was Caruso ihm erzählte. 

Er erzählte dem kleinen Kater, dass er ein ausgebildeter Hüterhund ist. Seine Aufgabe ist es, die Schafherde zusammen zu halten und bei Gefahr sie aus der Gefahrenzone zu bringen und zu beschützen. Vieles  seiner Aufgaben erledige er selbständig, ohne dass sein Herrchen oder Frauchen eingriff. Meistens lag er bäuchlings im Gras und beobachtete die Herde. Mit seinen Augen, Ohren und vorallem seiner Nase achtete er auf die Umgebung, ob sich zum Beispiel ein Fuchs der Herde näherte. Ihr müsst wissen, Hunde können viel, viel besser riechen als Menschen. Sicher habt ihr schon einmal bemerkt, dass euer Hund bereits an der Haustür steht und wartet, obwohl euer Papa mit dem Auto noch nicht einmal in die Straße eingebogen ist. 

Caruso erzählte ihm, dass er ein reinrassiger Australian Sheperd und sogar adelig ist mit einem richtigen Stammbaum. Seine Vorfahren kamen aus Irland und seine Großmutter aus Australien. Er entstammt einer sehr intelligenten Familie, die schon viele Preise gewonnen haben. Er selbst hätte beim Hütewettbewerb eine Silbermedaille gewonnen. Sein Cousin war etwas schneller und gewann Gold. Caruso erzählte und erzählte, langsam wurde Mikesch müde. 

Doch als als Caruso von einem entfernten Verwandten erzählte, der ausgebildeter Therapiehund ist, da wurde Mikesch glockenwach. Das interessierte ihn. Er fragte nun seinerseits Caruso Löcher in den Bauch, was denn ein Therapiehund sein. 

Geduldig erklärte Caruso ihm, das nur sehr intelligente Hunde mit gutem Sozialverhalten dazu ausgebildet werden. Sie müssen erst den Grundgehorsam lernen, wie "sitz", "platz", "bleib" usw. Dann entscheidet sich, ob sie weiter in die Schule gehen dürfen. So wie die Kinder  wenn sie gute Noten haben, dürfen auch sie weiter lernen. 

Die Therapiehunde müssen lernen in jeder Situation ruhig zu bleiben, auch wenn jemand schreit oder wie ein Betrunkener auf ihn zu wankt. Sie dürfen auch nicht schnappen, wenn jemand ihm den Knochen aus der Schnauze nehmen will. Erst recht nicht darf er jemanden das so verführerisch riechende Leberwurstbrot aus der Hand oder vom Teller klauen. Die Ausbildung ist recht anspruchsvoll und erst wenn er alle Prüfungen bestanden hat, dann darf er als Therapiehund arbeiten. Es ist eine tolle Arbeit  aber manchmal auch sehr anstrengend oder traurig. Als Therapiehund kann man mit behinderten Kindern arbeiten oder im Hospiz, wo unheilbar kranke Leute und Kinder sind. Es ist immer der schönste Dank, wenn man diesen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

Caruso erzählte, dass sein Verwandter Balto in Spanien in einem Altenheim arbeitete. Eigentlich hatte er früher dort immer nur sein Herrchen besucht. Irgendwann fragte man, ob er nicht bei den Therapiestunde für die an Demenz erkrankten Bewohner dabei sein will. Das fand er spannend. Dieses Mal durfte er in einen Rollstuhl springen, damit er auf der gleichen Höhe wie die anderen war. Die Therapeutin schob ihn von einem Bewohner und Bewohnerin zum nächsten. Brav gab er zur Begrüßung seine Pfote. Dann warfen sie bunte Bälle durch einen Ring. Die alten Leutchen mussten genau aufpassen, dass sie den roten Ball durch den roten Ring warfen, den blauen durch den blauem  usw. Baltos Aufgabe war es den Ball wieder an den richtigen Rollstuhlfahrer zurück zu bringen. Aber er durfte auf keinen Fall am Rollstuhl hochspringen. 

Eine Therapiestunde war richtig lustig. Die Therapeutin hatte jede Menge Haarschmuck mitgebracht, Haargummi, Schleifchen, Kämmerchen,  usw. Balto hatte langes weisses, glänzendes Fell mit ebenso schwarze Flecken wie Caruso. Die älteren Herrschaften mussten nun der Reihe nach den Haarschmuck in Baltos Fell klemmen. Manchmal ziepte es, aber Balto wusste, dass er nicht knurren oder abhauen durfte. Als er in die leuchtende Augen und die lächelnden Gesichter der Alten sah, hatte er jedes Ziepen vergessen. Ihr denkt euch jetzt sicher was für ein Quatsch, wozu soll denn das gut sein?

Ganz einfach, wenn man älter wird, wollen manchmal die Finger nicht mehr so. Durch den kleinen Haarschmuck wurden die Beweglichkeit der Hände trainiert. So hat jede Übung seinen Sinn. Das Allerschönste aber war, dass manche sogar noch nach Wochen sich an Baltos Namen erinnerten und manche, die durch ihre Krankheit in ihrer eigenen Welt verschlossen waren, wieder aktiv am Leben teilnahmen.

Whow, dachte Mikesch, das sollte es öfters in Altenheimen, Krankenhäusern oder Pflegeheimen geben. Vielleicht auch in Gefängnissen, wer weiß.

Caruso erzählte ihm, dass es nicht nur Therapiehunde gibt, sondern auch Blindenhunde, die ihre blinden Herrchen oder Frauchen durch die Strassen führen. Die müssen ganz genau wissen, wenn die Fußgängerampel grün ist oder ein Hindernis im Weg ist und so vieles mehr. Die Blindenhunde tragen eine enorme Verantwortung.

Ferner gibt es unter anderem noch Spürhunde für die Suche nach Vermissten, Lawinenhunde, Sprengstoffsuchhunde  Minensuchhunde und welche bei der Drogenfahndung. 

Hunde bei der Seerettung. Die müssen sogar aus einem Hubschrauber springen können und dürfen nicht wasserscheu sein.

Seit einiger Zeit werden auch Hunde trainiert, die wegen ihrer aussergewöhnlichen Riehfähigkeit, Krankheiten wie Krebs oder so erkennen können. 

Mikesch war total geplättet als er hörte was Hunde alles können, vorausgesetzt sie dürfen in die Schule. Fast wie bei den Menschenkindern. Er dachte so bei sich... und was können wir Katzen ? Schnurren, Mäuse jagen und ... na ja nicht besonders viel. Da fiel ihm gerade noch ein, dass auch Katzen Krankheiten erkennen können.

Nach dem langen Bericht schwirrte Mikesch der Kopf und er war hundemüde. Er wollte nicht unhöflich sein, aber als Pittyu dann nach Caruso rief, war er doch froh  dass Caruso sich trollte. Mikesch rollte sich zusammen und schlief sofort ein.


... Fortsetzung folgt ...


Copyright Julietta Günther 



Sonntag, 25. Dezember 2022

23 - Mikesch - der kleine Kater Naseweis - Teil 23

 ... nach dem unfreiwilligem gestrigen Bad war Mikesch ein wenig verschnupft. Auch hatte er eine Weile genug von Abenteuern. Er verbrachte den Tag hauptsächlich im Haus und ging nur zut Toilette aus dem Haus. Den ganzen Tag dümpelte er vor sich hin und hing seinen Gedanken nah. Zu seinen Erinnerungen gesellte sich Minou. Gemeinsam durchlebte er nochmal die Zeit mit ihr, es schien ihm als könnte er ihr glockenhelles Lachen hören. Er fragte sich, wie es wohl seinen Kindern ginge, längst müssten sie selbst Eltern sein. Wie war die Zeit vergangen ohne, dass es ihm jemals wirklich bewusst geworden war. Wieder verspürte er eine unerklärliche Sehnsucht.

Die folgenden Tage streife er ein wenig durch die Gegend, besuchte Li und versprach ihr wiederzukommen. 

Am letzten Tag von Pittyu's und seinem Landurlaub traf er Caruso wieder. 


Fortsetzung folgt...


Copyright Julietta Günther 



22 - Mikesch - der kleine Kater Naseweis, Teil 22

 ... am drauffolgenden Tag war Samstag. Die Familie beschloss zum Angeln zu fahren. Durch das Meer gibt es auf den Inseln keine Süßwasserfische. Mikesch freute sich, doch er war schon reichlich verwundert, was die Menschen alles zum Angeln brauchten. Ok, den Korb mit dem Proviant konnte er verstehen und eventuell die kleinen Stühlchen,  aber alles andere. ... ?!? ...

Mariella hatte viele Leckereien vorbereitet: 

Fischfrikadellen, Salate, selbstgemachten Schafskäse,  Fladenbrote, belegte Brote, Obst, Naschereien, Kuchen, selbstgemachte Limonade usw. . Fünf hungrige Mäuler und einen noch hungrigeren Kater satt zu bekommen, da bedarf es schon einiges an Proviant. Der Korb stand im Auto direkt neben Mikesch. Der hatte alle Mühe nicht zur Langpfote zu werden und etwas aus dem Korb zu hangeln. Es duftete verführerisch. Mikesch aber war wohlerzogen. Stehlen käme ihm nicht in den Sinn, auch wäre es den anderen gegenüber doch reichlich unfair. 

Die Fahrt ging vorbei an unzähligen Schafsgittern, die die Vierbeiner schützen sollen; grosse Schafherden und entlang Schluchten und Klippen mit atemberaubenden Ausblicken.

Irgendwann hielten sie an einer kleinen Bucht. Sie kletterten die Klippen entlang und kamen an einen See. Die Böschung fiel sanft ab und an den Kreisen auf der Wasseroberfläche könnte man erkennen, dass eine Menge Fische im See schwammen.

Mikesch wollte schon lossputen, doch die Familie begann es sich am Ufer gemütlich zu machen. Eine Decke, Teller, Tassen, etc ... whow jetzt ist erst mal Picknick-time! So flitzte Mikesch sofort zu der gedeckten Picknickdecke. Nun bedurfte es keine Langpfote, jetzt durfte er ganz legal sich Fischfrikadelle und andere Leckereien mit der Pfote holen. 

Nachdem alle gestärkt waren, ging es ans Angeln. Die Stühlchen wurden in Position gebracht, dazu Eimer, Käscher, dann auch noch lange Stöcke mit Schnur und einem Haken daran. Es baumelten auch kleine bunte blinkende Plastikfische daran. Wozu um Himmels Willen brauchten die Menschen denn das? 

Die Angeln, so heißen die Stöcke, wurden ausgeworfen. D.h. eigentlich die Schnur mit dem Haken. Nur Sane nahm das Auswerfen zu wörtlich und ihr kleines Angelchen flog gleich der Schnur hinterher. Da ging das Geschrei los, alles rannte um die Angel zu erwischen. Sane rollten dicke Tränen über die Wange und sie schluchzte "meine Angel, meine Angel " . Pittyu schaffte es mit seiner Angel, Sane"s wieder ans Ufer zu bekommen. Da stand nun eine mit Gesicht verschmierte strahlende Sane. Fortan hielt sie ihre Angel mit beiden Patschehändchen.

Die anderen setzten sich ans Ufer und warteten darauf, dass sich ein Fisch an der Angel verhakte. Langsam füllten sich die Eimer mit Fischen. 

Doch Mikesch war das zu langweilig. Er dachte sich,  das kann ich besser... und vorallem schneller.

Mikesch ging zum Ufer, erspähte sich einen flachen Stein und sprang darauf. Dann legte er sich auf die Lauer. Es kam ein Schwarm. Das war der Augenblick auf den er gewartet hatte. 

Er nahm Schwung mit seiner Pfote, bekam einen fetten Fisch in seine Krallen. Warf ihn elegant mit Stolz geschwollener Brust ans Ufer. Die Familie applaudierte. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Als Mikesch eine schwungvolle Armbewegung und eine Verbeugung machen wollte, verlor er auf dem glitschigen Stein das Gleichgewicht und ...

Platsch! 

Mit rudernden Pfoten war Mikesch schwungvoll in den See gefallen. 

Nun wieder Geschrei. Alles sprang auf, um jetzt Mikesch aus dem Wasser zu fischen.

Da stand nun am Ufer ein pitschepatsche nasser, recht kleinlauter Kater. Er fror erbärmlich. Niemand hatte ihm gesagt, dass das Wasser so kalt ist. Mikesch zitterte wie Espenlaub.

Mariella hatte ein Erbarmen mit ihm packte ihn in die Picknickdecke. Sie hatten heute genug vom Angeln und reiche Beute gemacht. So wurden fluchs die Utensilien zusammen gepackt und man ging zurück zum Auto. Mariella trug Mikesch mit der Picknickdecke unter ihrem Anorak. Da war es kuschelig war und Mikesch hörte auf zu zittern.

Zu Hause angekommen, trocknete Mariella ihn mit dem Fön trocken. Erst machte ihm das Geräusch und der Luftstrahl Angst. Doch als er merkte, dass da schöne warme Luft raus kam. Drehte sich Mikesch wie eine Ballerina im Luftstrom des Föns. Den Rest des Tages nahm er den Platz vor dem Kamin ein und war nur zum Essen davon wegzubekommen.


... Fortsetzung folgt ...


Copyright Julietta  Günther 





Freitag, 23. Dezember 2022

"Mikulasch de Animales" - Der Weihnachtsmann der Tiere

"Wusstet ihr schon, dass es auch einen Weihnachtsmann der Tiere gibt?"
Nein? - Dann erzähle ich Euch von ihm. Er heisst "Mikulasch de Animale" und wohnt im Inneren der Erde. Dort wo auch der Himmel der Tiere ist. Da leben auch alle Tiere, die irgendwann einmal gestorben sind. Die kleine dreifarbige Katze Mimmi, die überfahren wurde, der grosse alte Löwe Benjamin,  der Papagei Uruh, das Kängeruh Hopp, der weisse Hoppelhasse Schneehäschen, Grunz das Schwein, der Haifisch Flosse und viele mehr. Ganz ganz viele Tiere. Und ob Du es glaubst oder nicht, da leben auch Mammuts und Dinosaurier. Doch anders als auf der Erde, leben hier die Tiere friedlich nebeneinander. Im Himmel der Tiere haben die Tiere keinen Hunger und so brauchen sie einander auch nicht fressen. Wisst ihr was sie stattdessen machen? Den ganzen Tag nur faul herumliegen, meint ihr? - Nein, das wäre selbst dem Faultier zu langweilig. Das ganze Jahr über überlegen die Tiere, wie sie den Tieren auf der Erde eine Freude bereiten können. Sie hören aufmerksam zu, was die Tiere auf  Erden erzählen und was sie sich wünschen. Ihr müsst wissen, die Tiere im Tierhimmel können alles hören und sehen was auf der Erde passiert. So sind sie immer ganz gut informiert. Auch wissen sie immer, wenn wieder ein neues Tier zu ihnen in den Tierhimmel kommt. Dem bereiten sie dann jedes Mal einen ganz besonderen Empfang vor. Es soll sich schliesslich gleich von Anfang an bei ihnen wohl und zu Hause fühlen. Denn ab jetzt gehört es ja zu ihrer grossen Familie.

Doch nun zurück zum Tierweihnachtsmann. Wenn die Tiere das ganze Jahr Ideen gesammelt haben, dann haben sie daraus die Weihnachtsgeschenke für die Tiere auf Erden gemacht. Ein Glöckchen für den Papagei Ara, für die Katze Minou eine Spielzeugmaus, ein besonderes Leckerli für den Waschbär Seife, ein neues Halsband für Bruno dem Hund, eine silberne Schwanzflosse für den Fisch Schwipp-schwapp. Ganz viele Geschenke für all die Tiere auf der Erde. Doch die muss der Mikulasch de Animale auch zu Weihnachten zu den Tieren auf  Erden bringen. Uff, da hat er mächtig viel zu tun. Denkt bloss einmal an die vielen Tiere, die es gibt. So ist es nicht verwunderlich, dass der Mikulasch schon Anfang Dezember beginnt, die Geschenke zu verteilen. Jetzt denkt ihr sicher: das ist aber doof, dann wissen die Tiere schon lange vor Weihnachten, was sie geschenkt bekommen. Doch das stimmt nicht. Der Mikulasch ist nicht nur ein besonderer Weihnachtsmann, sondern auch seine Geschenke haben eine besondere Eigenschaft: Erst am Heiligabend werden sie sichtbar. Vielleicht habt ihr schon einmal vor Weihnachten euern Hund oder eure Katze immer wieder an einer Stelle schnuppern gesehen, doch ihr konntet nicht erkennen, warum. Dann lag da ganz bestimmt bereits das Weihnachtsgeschenk für euren Liebling. Wenn ihr jetzt sagt, dass ihr das Geschenk auch an Heiligabend nicht gesehen habt, dann ist das ganz logisch. Die Weihnachtsgeschenke der Tiere können Menschen  garnicht sehen, nur die Tiere.

Also Mikulasch de Animale macht sich mit seinen Geschenken auf den Weg. Schade, dass ihr das nicht sehen könnt: die Geschenke fliegen nämlich alle dem Weihnachtsmann der Tiere hinterher. Wir Menschen müssen aufpassen, damit wir nicht in diesen Geschenkeflug geraten, sonst gibt es dann schon einmal eine Kopfnuss für uns. Der Mikulasch macht sich auf seine weite Reise. Er läuft er die ganze Erde ab. Er kommt zu den Ameisenhügeln im Wald. Die Ameisen auf der Nordhalbkugel der Erde sind im Winterschlaf und da ist er ganz leise, damit er sie nicht weckt. Während die Ameisen auf der Südhalbkugel in der Sommersonne liegen und sich sonnen. Er geht auch zu den Maulwürfen, den Igeln, den Mäusen, den Meerschweinchen in Peru. Er besucht die Bienen und Fliegen. Fliegt mit den Vögeln und Störchen. Was ihr nämlich noch nicht wisst, der Mikulasch der Tiere kann sich nämlich jedes Mal in das Tier verwandeln, dass er besucht. Er kann dann auch das Gleiche wie das Tier, zum Beispiel fliegen, klettern, schwimmen und vieles mehr. Bei den Elefanten trötet er ein frohes Weihnachten, bei den Fischen wedelt er mit der Schwanzflosse. Die Bärenmamma mit ihren Jungen besucht er in ihrem Bau. Doch auch sie sind im Winterschlaf und wachen im Winter nur selten auf. Aber er besucht auch die Tiere in den Zoos. Ganz traurig ist er jedes Mal, wenn er die Tiere in den Tierheimen besucht, die sich so sehr ein neues Herrchen oder Frauchen wünschen. Doch diesen Wunsch kann er leider nicht allen Tieren im Tierheim erfüllen. Deshalb müssen manche Tiere dort sehr lange bleiben. Manche von ihnen sind schon alt oder krank, manche wurden misshandelt oder ausgesetzt. Es sind oft ganz traurige Geschichten, die die Tiere im Tierheim ihm erzählen. Denn für diese Tiere nimmt er sich immer ganz viel Zeit und hört ihnen zu. Sie sind auch die einzigen, die ihn sehen können. Diesen Tieren versucht er, ihnen ein Lächeln in ihre Schnauze zu zaubern und hilft ihnen für einen kurzen Augenblick, ihr schweres Schicksal zu vergessen.

Der Mikulasch besucht aber auch die Tiere in den Weltmeeren. Eigentlich mag er ja kein Wasser, aber für die Wasserbewohner geht er ins kühle Nass. Schliesslich will er auch ihnen, zu Weihnachten eine kleine Freude machen: der Tintenfisch Indigo erhält ein neues Tintenfass, der Rochen Gustav eine neue Schwanzspitze, der Tintenfisch Tentagle erhält ein paar neue Saugfüsse, der Wal Eugen neue schwarze Farbe für seinen Rücken, die Muschel Cäcilie ihre heissgewünschte Perle und so weiter. Die Geschenke fliegen dem Mikulasch noch immer hinterher, doch über dem Wasser. Wenn Mikulasch dann in Wasser einen Wasserbewohner trifft, dann macht es "Plopp" und das Geschenk fällt ins Wasser und versinkt an dieser Stelle.

Die Reise über die Welt führt den Mikulasch zu den Kamelen und Krokodilen in Afrika, den Tigern und Elefanten in Indien, den Kiwis in Neuseeland, den Känguruhs in Australien, den Lamas in den Anden, den Yaks in Nepal, den Eisbären am Nordpol, den Robben in der Arktis, den Papageien in Mittelamerika.

Es bringt die Weihnachtsgeschenke zu den Tieren auf den Farmen, zu denen in Zuchtanlagen und bei Euch zu Hause. Er besucht die Spinne auf eurem Dachboden, die Maus in eurer Garage. Eurem Wauzi und eurer Mieze bringt er ein Weihnachtsgeschenk. Doch auch den Hamster und Meerschweinchen im Käfig vergisst er nicht. Und die Fische im Aquarium freuen sich schon längst auf ihre extra Weihnachtsportion. Jetzt wollt ihr sicher wissen, wie den der Mikulasch de Animales in euer Haus kommt, wenn doch alle Türen abgeschlossen sind. Ganz einfach! Er ist nämlich unsichtbar für uns Menschen und er kann durch die Wände und Türen gehen. Ihr würdet ihn nicht einmal bemerken, wenn er mit euch zusammen ins Haus ginge. Doch manchmal, wenn ihr schnell genug hinseht, dann könnt ihr vielleicht zwischen den Ameisen eine kleine Ameise sehen, die eine weiss-rote Zipfelmütze auf hat. Bei so vielen Ameisen, ist der Mikulasch de Animales nicht  immer schnell genug, um sich vor den Blicken unsichtbar zu machen. Dann könnt ihr ihn sehen.
Also passt gut auf !

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